Roter Bau (Rathaus)

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Begriffsklärung.png Als Roter Bau werden mehrere historische Bauwerke in der Würzburger Altstadt bezeichnet. Der Name ergibt sich jeweils aus dem als Baumaterial verwendeten roten Sandstein. Siehe auch Greiffenclau-Palais (Roter Bau) und Roter Bau (Bürgerspital).

Roter Bau des Rathauses
Roter Bau des Rathauses (vor 1914)

Der Rote Bau (Rathaus) (auch Roter Giebelbau) ist ein Teil des Gebäudekomplexes, der das heutige Würzburger Rathaus bildet.

Lage[Bearbeiten]

Er schließt westlich an den Grafeneckart bzw. „Grünen Baum” an, ist etwas zurückversetzt und bildet den Rathauseingang von der Seite des Vierröhrenbrunnens.

Geschichte[Bearbeiten]

Der Rote Bau wurde 1659/1660 unter Bürgermeister Johann Pleickhard an Stelle von Fachwerkbauten, die 1619 bzw. 1629 ausgeführt worden waren, im Stil der Spätrenaissance errichtet. Der Baumeister und Steinmetz Sebastian Villinger führte die Planungen und Bauarbeiten durch. In dem Gebäude wurden die Grüne Stube, die Bürgermeisterstube und die große Ratsstube (letztere 1672 mit reichen Stuckverzierungen von Meister Prospero Breno) eingerichtet. Architekt der Giebelfassade war Heinrich Eberhard. [1] Die plastischen Details, wie die zupackenden Keilsteinfratzen an den Erdgeschossbögen, schuf der führende Würzburger Bildhauer dieser Zeit Johann Philipp Preuß.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Der Rote Bau ist ein zweigeschossiger Satteldachbau mit reich gegliederter Rotsandsteinfassade und Volutengiebel im Stil der Renaissance, der von Rundbogentoren getragen wird. Die Stockwerke über der offenen Halle werden zur Südfassade hin von senkrechten Rustikalpilastern und waagrechten Gesimsen gegliedert. Auf den Voluten erheben sich Obelisken.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Literatur[Bearbeiten]

  • Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Baudenkmäler in Würzburg, Nr. D-6-63-000-37
  • Thomas Heiler: Der Grafeneckart. Zur Geschichte des Würzburger Rathauses. Schriften des Stadtarchivs Würzburg Heft 1, Verlag Ferdinand Schöningh, Würzburg 1986, S. 22 f.
  • Felix Mader (Bearb.): Die Kunstdenkmäler von Unterfranken und Aschaffenburg, XII: Stadt Würzburg, München 1915, ND München / Wien 1981, S. 550 und 567 f.
  • Hans Steidle: Am Anfang war ein Mord. Das Würzburger Rathaus als Brennpunkt von Politik und Geschichte. Echter-Verlag, Würzburg 2012, S. 137 ff.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 121

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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