Polizei

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Polizei
Hinweistafel an der Festung Marienberg
Vor dem Einsatz als Begleitung des Stadtradelns

In Würzburg und im Landkreis ist die Polizei mit mehreren Dienststellen und Einrichtungen vertreten. Im Zuge der Polizeireform wurden am 30. Oktober 2012 die Würzburger Polizeiinspektionen West (Weißenburgstraße) und Ost (Augustinerstraße) formell zu einer gemeinsamen Polizeiinspektion Würzburg-Stadt mit fast 300 Polizeibeamten und -angestellten zusammengelegt. [1] Die Dienststelle befand sich vier Jahre lang vorübergehend im Verwaltungsgebäude der Firma Glas Keil in der Nürnberger Straße 37 und nach der Generalsanierung und Erweiterung des Dienstgebäudes seit 22. Mai 2017 wieder in der Augustinerstraße. [2] [3]

Die Entwicklung der Polizeiorganisation in Unterfranken nach 1945[Bearbeiten]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft wurde im Mai 1945 vom Regierungspräsidenten von Mainfranken mit Genehmigung des US Military Government ein „Chef der Landpolizei beim Regierungspräsidium in Würzburg“ mit der Neuorganisation der Landpolizei beauftragt.

Kriminalpolizei[Bearbeiten]

In Unterfranken fungierte zunächst ein Sonderbeauftragter für die Bearbeitung schwerer Kriminalfälle, der im Herbst 1945 in Kitzingen eine Kriminalstelle der Landpolizei einrichtete. Diese verlegte man 1960 nach Würzburg.

Verkehrspolizei[Bearbeiten]

Streifenwagen in der Fußgängerzone

Die eingerichtete Kradverkehrsstreife wurde am 27. Dezember 1945 zur Verkehrsbereitschaft, am 10. Mai 1946 zur motorisierten Landpolizei-Verkehrsstreife mit Dienstsitz in Höchberg, bis dann im Juni 1946 bei jeder Bezirksinspektion eine Verkehrs-Streifengruppe aufgestellt wurde.

Nach der Neufassung des Polizeiorganisationsgesetzes vom 15. Oktober 1954 überführte man die zuvor gebildeten Kommunalpolizeien stufenweise in die Landpolizei.

Gebietsreform 1972[Bearbeiten]

Mit der Gebietsreform von 1972 erhielt die Landpolizei generell die Bezeichnung „Landespolizei“. In Anpassung an die neue Gebietseinteilung wurden am Sitz der nunmehrigen Landratsämter Landespolizeiinspektionen mit nachgeordneten Landespolizeistationen errichtet. Der Landespolizeiinspektion Würzburg waren die Landespolizeistationen Würzburg und Ochsenfurt nachgeordnet. Nach Verstaatlichung der Stadtpolizei Würzburg am 1. Oktober 1973 wurde die Landespolizeiinspektion aufgelöst. Der Polizeidirektion Würzburg wurden die Landespolizeistationen Würzburg-Stadt, Würzburg-Land und Ochsenfurt unterstellt. Jede Polizeidirektion verfügte über eine Kriminalpolizeiinspektion, eine Verkehrspolizeiinspektion und eine Wasserschutzpolizeistation. In Würzburg gibt es ausnahmsweise zwei Wasserschutzpolizeistationen, nämlich Lohr und Würzburg.

Dienststelle der Bundespolizei[Bearbeiten]

► siehe: Bundespolizeiinspektion Würzburg

Dienststellen der Landespolizei[Bearbeiten]

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Brusttaschenanhänger Polizeipräsidium Unterfranken

Polizeipräsidium Unterfranken[Bearbeiten]

In der Frankfurter Straße 79 befindet sich das Polizeipräsidium Unterfranken, eine dem Bayerischen Staatsministerium des Innern unmittelbar nachgeordnete Dienststelle. Das Präsidium ist zuständig für die Regionen Bayerischer Untermain, Main-Rhön und Mainfranken. Etwa 1,4 Millionen Menschen leben in diesen Regionen auf einer Fläche von 8.532 Quadratkilometern. Geführt wird die unterfränkische Polizei von Polizeipräsident Gerhard Kallert.

Dem Polizeipräsidium sind gegenwärtig 21 Polizeiinspektionen, zwei Polizeistationen (Gemünden und Bad Königshofen), vier Kriminalpolizeiinspektionen und drei Verkehrspolizeiinspektionen unmittelbar nachgeordnet. Für die Sicherheit treten 2433 Polizeibeamte, darunter 378 Beamtinnen ein. Davon sind 343 Beamte bei der Kriminalpolizei tätig. [4]

Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Unterfranken[Bearbeiten]

Im selben Gebäude wie das Polizeipräsidium Unterfranken befindet sich außerdem die Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Unterfranken. Diese ist für die Bekämpfung der organisierten Kriminalität im gesamten Regierungsbezirk zuständig.

Neben dieser Aufgabe werden bei der Kriminalpolizeiinspektion mit Zentralaufgaben Unterfranken auch Straftaten von besonderer Gefährlichkeit bearbeitet, die dieser durch das Polizeipräsidium Unterfranken im Einzelfall zugewiesen werden. Darüberhinaus hat die Dienststelle auch Spezialisten, die sich mit Finanzermittlungen und mit der Vermögensabschöpfung bei Straftätern befassen.

Polizeiinspektion Würzburg-Land[Bearbeiten]

► siehe: Polizeiinspektion Würzburg-Land

Polizeiinspektion Würzburg-Stadt[Bearbeiten]

► siehe: Polizeiinspektion Würzburg-Stadt

Polizeiinspektion Ochsenfurt[Bearbeiten]

► siehe: Polizeiinspektion Ochsenfurt

Bereitschaftspolizei / Unterstützungskommando (USK)[Bearbeiten]

Haupteingang zur Kaserne der Bereitschaftspolizei

In der Sedanstraße 52 befindet sich in der Mainau-Kaserne seit 20. Februar 1954 die Abteilung III der Bayerischen Bereitschaftspolizei (BePo; Einsatzabteilung und Ausbildungsstandort). Die Bepo umfasst auch einen Zug des in Bayern aufgrund diverser Vorfälle umstrittenen Unterstützungskommandos (USK). Die Einsatzeinheiten der BePo (grün gekleidet) und das USK (schwarz gekleidet) werden unterstützend zur Schutzpolizei für Großveranstaltungen, wie z.B. Demonstrationen und Fußballspiele, eingesetzt.

Auszeichnung[Bearbeiten]

Sondereinsätze[Bearbeiten]

  • Während des Kiliani-Volksfestes ist die Polizei mit einer Wache auf dem Festgelände vertreten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Main-Post: „Neue Polizeiinspektion hat ihren Sitz bald in der Aumühle“ (22. Oktober 2012)
  2. Main-Post: „Polizei in der Augustinerstraße: Hinter alter Fassade eine neue Inspektion“ (29. November 2010)
  3. Main-Post: „Erste Polizisten verlassen die Augustinerstraße“ (1. Juli 2012)
  4. Information der Polizei