Ortsbefestigung Frickenhausen

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Ortsbefestigung Frickenhausen
Pforte

Die Marktgemeinde Frickenhausen verfügt über eine noch gut erhaltene Ortsbefestigung mit vier Toren und mehren Türmen.

Geschichte[Bearbeiten]

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und dem frühen 16. Jahrhundert ließ das Würzburger Domkapitel eine massive Befestigung mit Mauer und Türmen anlegen. Der spätmittelalterliche Mauerring umfasst den Ort in einem etwa rechteckigen Umriss und ist in seinem ganzen Umfang erhalten. Der ehemalige Grabenbereich ist an der Ost- und Südseite mit Gärten ausgestattet.

Tore[Bearbeiten]

  • Maintor: Torturm, dreigeschossiger Massivbau mit Satteldach und markanten Treppengiebeln in der Maingasse 9. Am Tor befinden sich zahlreiche Hochwassermarken, da es nahe des Mains steht. Am Tor befindet sich das älteste Frickenhäuser Wappen. Das Tor wurde laut einer Steintafel mit spätgotischen Minuskeln 1477 errichtet.
  • Mühltor: Torturm, viergeschossiger Massivbau mit spitzbogiger Tordurchfahrt und Satteldach in der Mühlgasse 16. Das Tor hatte ehemals Renaissancevolutengiebel, diese sind jedoch bei Bränden 1890 und 1898 abgebrannt. Erbaut wurde das Tor im 15. Jahrhundert. Im Turm befindet sich gegenwärtig das Sängerheim des Männergesangverein 1899 Frickenhausen e.V..
  • Obertor: Torturm, zweigeschossiger Satteldachbau mit Fachwerkobergeschoss und rundbogiger Tordurchfahrt in der Valentin-Zang-Straße 14. Markant ist der Zugang über Steintreppe und verkleideter Holztreppe außen. Das Obertor wurde 1483 errichtet und beheimatet den RSV Solidarität Frickenhausen.
  • Unteres Tor: Torturm, viergeschossiger Massivbau mit Tordurchfahrt, Satteldach, Glockentürmchen (Dachreiter) und Ziervolutengiebel in der Hauptstraße 1. Am Ziervolutengiebel befindet sich eine Uhr. Zugang zum zweiten Geschoss des Torturms über Holztreppe auf Kragsteinen. Das Tor wurde 1518 erbaut. Angegliedert an den Torturm befindet sich ein ehemaliges Torwärterhaus. Es handelt sich um einen zweigeschossigen, verputzten Satteldachbau mit auf Konsolen vorkragendem Fachwerkobergeschoss. Im Turm ist das Vereinsheim des Turn- und Sportvereins.

Türme[Bearbeiten]

Der Mauerring besitzt an der nördlichen Bergseite fünf volle Rundtürme (zwei davon als Ecktürme) und einen halbrunden Schalenturm. Auf der südlichen Flussseite zum Main hin vier Rundtürme, nach Osten einen halbrunden Schalenturm.

  • Joachimsturm: Einziger noch vollständig erhaltener Rundturm der Frickenhäuser Befestigung. Früher war der Turm von einem Mann mit rotem Bart namens Peter bewohnt. Daher wurde der Turm auch als Roter-Peter-Turm bezeichnet. Offiziell heißt er Joachimsturm. Im Turm hat sich der Winzerverein Frickenhausen e.V. eingerichtet.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]