Molkenbrunnen

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Molkenbrunnen (Quellfassung)
Molkenbrunnen (Quellauslauf in Form eines Wasserhahns)

Der Molkenbrunnen ist eine Quellfassung in der gleichnamigen Flurlage südlich von Heidingsfeld.

Lage[Bearbeiten]

Der Molkenbrunnen liegt - schwer zugänglich - in einer verwilderten Gehölzfläche am Molkenbrunnenweg. Von Heidingsfeld aus ist die Quelle über den Schleifweg erreichbar. Zur Quellfassung führt gegenwärtig kein direkter Weg.

Namensgeber[Bearbeiten]

Zum Name der Quelle gibt es unterschiedliche Erklärungsansätze:

  • Zum sind die mittelhochdeutschen Worte „molchen“ bzw. „molken“ eine flektierte Form von „melken“ und können darauf hindeuten, dass am Molkenbrunnen früher Nutztiere gehalten wurden, die gemolken wurden. Dafür spricht, dass die Flächen rund um dem Brunnen früher noch als Weide bewirtschaftet wurden. [1]
  • Der Name könnte jedoch auch darauf anspielen, dass früher sehr trübes, möglicherweise sehr kalkhaltiges Wasser aus der Quelle sprudelte, das wie Molke („Käsewasser“) aussah.

Beschreibung[Bearbeiten]

Die abgedeckte, wasserführende Quellfassung liegt an der nördlichen Platzkante einer Gehölzfläche, an die wiederum in nördliche Richtung bewirtschaftete Felder angrenzen. Die Quellfassung ähnelt der am Schafbrunnen und wird von einem rostigen Geländer umgeben. Das Umfeld des Brunnens ist sehr verwildert und von zahlreichen illegalen Grüngutablagerungen stark beeinträchtigt. Die Fläche steht derzeit nicht unter Naturschutz.

Der eigentliche Auslauf der Quelle befindet sich wenige Schritte östlich der eigentlichen Quellfassung. Es handelt sich dabei um einen älteren Wasserhahn, der sich bei Bedarf öffnen lässt.

Bilder[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Östlich des Molkenbrunnens wurden Spuren einer Siedlung aus der Hallstattzeit gefunden.[2]

Quellen[Bearbeiten]

  • Ortsbegehung im Mai 2017
  1. Molkenbrunnen in der Uraufnahme
  2. Ausschnitt im Bayerischen Denkmalatlas des BLFD

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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