Maibäume

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Maibäume aufstellen gehört in ganz Bayern zu einer der beliebtesten Traditionen. Jährlich wird am 1. Mai an zentralen Plätzen in Orten und Gemeinden der geschmückte und oft mit dekorativen Schildern verzierter Baum aufgestellt.

Traditionen rund um den Maibaum[Bearbeiten]

Wettstreit[Bearbeiten]

Jährlich kommt es unter den Orten und Städten in Bayern zum Wettstreit, wo der höchste und prachtvollste Baum errichtet wird.

Maitanz[Bearbeiten]

Mit dem Aufstellen einher geht ein geselliges Fest, bei dem mit Volksmusik, Essen und Trinken Gäste und die einheimische Bevölkerung die Aufsteller anzufeuern. Oftmals werden danach traditionelle Bänder- und Volkstänze rund um den Baum dargeboten.

Maibaumklau[Bearbeiten]

Beliebt und spannend ist ein Wettbewerb unter den Burschengemeinschaften der Nachbargemeinden. Nach alter Sitte muss der Baum schon mehrere Wochen vor dem Aufstellungstag geschlagen werden. Trotz Bewachung kommt es häufig vor, dass der Baum gestohlen wird. Bei Rückgabeverhandlungen zwischen Besitzern und Eigentümern wird meist eine große Menge Bier vereinbart, das dann bei der Übergabe gemeinsam ausgetrunken wird.

Maibaumklettern[Bearbeiten]

Inzwischen hat dieser aus Oberbayern stammende Brauch auch Franken erreicht. Mit bloßen Händen wird versucht den Maibaum zu erklimmen und oben ein Glocke zu läuten. In Würzburg zu sehen ist dies auf Kiliani im Festzelt.

Maibäume im Stadtgebiet Würzburg[Bearbeiten]

Altstadt[Bearbeiten]

Der Maibaum der Stadt Würzburg steht von Mai bis Oktober traditionell auf dem Unteren Markt, nahe der Marienkapelle. Da es sich um einen hölzernen Maibaum handelt, muss er aus Sicherheitsgründen alle fünf Jahre erneuert werden, dies war wieder 2014 der Fall. Verwendung fand nun eine 20 Meter hohe und ca. 60 Jahre alte Rotfichte aus dem Gramschatzer Wald. Der Stamm wiegt etwa eine Tonne und hat einen Durchmesser von 40 Zentimetern. Die Fichte wurde bereits im vorherigen Winter gefällt, als sie voll im Saft stand. Sie ist zur sicheren Verankerung etwa eineinhalb Meter tief in den Boden eingelassen.

Bereits seit 15 Jahren wird der Maibaum vom Würzburger Geschäftsmann Rudi May aus seinem eigenen Waldgebiet bei Güntersleben gestiftet. Die Bearbeitung und Lasur des Holzes übernahm das städtische Gartenamt, welches auch jährlich die Aufstellung mittels eines Autokrans vornimmt. Geschmückt ist der Würzburger Maibaum mit mehreren Zunftzeichen, den Wappen der Würzburger Partnerstädte und den Landesflaggen. Bunte Metalltafeln zeigen fröhliche Würzburger Alltagsszenen, der grüne Kranz schwebt über den Darstellungen [1].

In den Wintermonaten wird der Maibaum vom Gartenamt eingelagert und an gleicher Stelle der Christbaum aufgestellt.

Grombühl[Bearbeiten]

Der Grombühler Maibaum steht am Felix-Fechenbach-Haus auf dem Vorplatz. Am Baum finden sich zwölf Handwerkszeichen. Hoch oben trägt er einen Kranz, der von bunten Bändern geschmückt ist. An der Spitze prangt das Stadtwappen.

Heidingsfeld[Bearbeiten]

In Heidingsfeld wird der Maibaum jährlich am 30. April vom Hätzfelder Kreis am Rathausplatz aufgerichtet. Der Baum wird alle drei Jahr erneuert (zuletzt 2013).

Heuchelhof[Bearbeiten]

Zu einem Maibaumfest lädt der Bürgerverein Heuchelhof am 1. Mai [2]. Der Maibaum des Stadtbezirks Heuchelhof steht am Place de Caen.

Lengfeld[Bearbeiten]

In Lengfeld findet jeweils am 1. Mai ein Maibaumfest mit Aufstellung desselben an der Kürnachtalhalle statt.

Oberdürrbach[Bearbeiten]

Der Oberdürrbacher Maibaum steht an der Dürrbachtalhalle. Früher wurde er am Dorfplatz aufgerichtet, wo jedoch die Möglichkeiten der Bodenverankerung unzureichend sind.

Rottenbauer[Bearbeiten]

Der Rottenbauerer Maibaum wird jedes Jahr in der Würzburger Straße vor dem Seniorenheim Drei Eichen mit einem Fest von den örtlichen Vereinen aufgestellt. Das eigentliche Aufstellen des Baumes übernimmt allerdings das Gartenamt mit einem Kran. Der Maibaum hat in der Regel eine Höhe von etwa 20 Meter und ist mit einem mit Bändern geschmückten Kranz versehen. Am Stamm sind die Vereinsembleme angebracht. Auf der Spitze thront ein bunter Wetterhahn.

Sanderau[Bearbeiten]

In der Sanderau wurde bis 2015 traditionell das Maibaumfest an einem Freitag Anfang Mai am begrünten Platz zwischen der Randersackerer Straße und der Friedrich-Spee-Straße ausgerichtet. Der Maibaum wurde zuvor von Mitgliedern des CSU Ortsverbandes Würzburg-Sanderau aufgerichtet.

Unterdürrbach[Bearbeiten]

Versbach[Bearbeiten]

Der Versbacher Maibaum steht am Erwin-Wolf-Platz. Er trägt die Wappen der Versbacher Vereine.

Zellerau[Bearbeiten]

Der Maibaum auf dem Zellerauer Marktplätzle an der Frankfurter Straße wird alljährlich am Vormittag des 1. Mai aufgerichtet. Bei der unmittelbar anschließenden Maifeier gibt es Bratwürste, Steaks, Getränke sowie Kaffee und Kuchen. Die Organisation des Festes übernehmen die Carneval-Freunde Zellerau.

Am Baum finden sich 14 Handwerkszeichen. Hoch oben trägt er einen Kranz von 2,5 m Durchmesser, der von bunten Bändern geschmückt ist. Auf der Spitze sitzt eine bewegliche Wetterfahne. Das Gesamtgewicht liegt bei knapp einer Tonne.

Maibäume im Landkreis Würzburg (Auszug)[Bearbeiten]

Auch in den Gemeinden des Landkreises werden zahlreiche Maibäume aufgestellt und Maibaumfeste begangen.

Darstadt[Bearbeiten]

In Darstadt wurde 2015 der Maibaum gestohlen und gegen 50 Liter Freibier wieder ausgelöst.

Güntersleben[Bearbeiten]

Trotz warnender Hinweise aus dem Polizeipräsidium Unterfranken zu strafrechtlichen Konsequenzen des Maibaumumsägens wurde 2014 in Güntersleben der Baum zu Fall gebracht.

Goßmannsdorf[Bearbeiten]

In Goßmannsdorf wurde 2014 versehentlich statt des Maibaums die daneben stehende Dorflinde umgesägt.

Rimpar[Bearbeiten]

Laut Polizeibericht war der Maibaum auf dem Rimparer Marktplatz einer von vieren in Unterfranken der 2015 umgesägt wurde.

Veitshöchheim[Bearbeiten]

Die Freiwillige Feuerwehr Veitshöchheim stellt den geschmückten Maibaum am Erwin-Vornberger-Platz auf.

Waldbrunn[Bearbeiten]

Unter musikalischer Untermalung des örtlichen Musikvereins wurde der Maibaum zum Waldbrunner Dorfplatz getragen. Dort angekommen, wurde der Baum auf traditionelle Art und Weise, ohne maschinelle Hilfe, mit langen Holzstangen und Muskelkraft aufgerichtet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Pressemitteilung Büro des Oberbürgermeisters am 24. April 2014
  2. Information Maibaumfest Heuchelhof

Weblinks[Bearbeiten]