Linus Memmel

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Linus Memmel (* 24. Juli 1914 in Rothenburg o. d Tauber; † 22. Juli 2004 in Würzburg) war Oberstaatsanwalt und Abgeordneter des Deutschen Bundestages für den Bundestagswahlkreis Würzburg von 1961 bis 1976 und von 1966 bis 1977 Mitglied des Europaparlaments.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Nach dem Besuch des Progymnasiums in Rothenburg ob der Tauber und dem Abitur 1933 am Alten Gymnasium in Würzburg nahm Memmel ein Studium der Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg auf, welches er 1937 mit dem ersten und 1941 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. 1944 wurde er zum Amtsgerichtsrat ernannt. Zwischenzeitlich nahm er als Infanterieoffizier am Zweiten Weltkrieg teil und wurde mehrfach verwundet.

Memmel war von 1947 bis 1951 Staatsanwalt am Landgericht Würzburg und wurde 1951 erneut als Amtsgerichtsrat tätig. Von 1954 bis 1957 war er als Oberstaatsanwalt Vorsitzender des Jugendschöffengerichts Würzburg.

Parteiämter[Bearbeiten]

Memmel war zunächst Vorsitzender der Bayernpartei in Unterfranken. 1953 schloss er sich der CSU an und war von 1963 bis 1968 Mitglied des Landesvorstands der Partei in Bayern. Von 1961 bis 1969 war er Vorstandsmitglied der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Abgeordneter in Bundestag und Europaparalament[Bearbeiten]

Memmel war von 1952 bis 1957 Mitglied im Stadtrates der Stadt Würzburg. Dem Deutschen Bundestag gehörte Memmel von 1957 bis 1976 an. Von 1961 bis 1965 war er Vorsitzender des Bundestagsausschusses für Familien- und Jugendfragen.

Memmel war von 1963 bis 1965 Mitglied der Beratenden Versammlung des Europarats und der Westeuropäischen Union. Von 1966 bis 1977 war er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Ehrungen und Auszeichnungen[Bearbeiten]

Mitgliedschaft[Bearbeiten]

Nach dem Studium schloss er sich der K.St.V. Normannia Würzburg als Philistersenior an. Ferner war er Mitglied des Präsidiums des Deutschen Atomforums und Vorsitzender des DJK-Verbandes Würzburg.

Weblinks[Bearbeiten]

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