Kleinrinderfeld

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kleinrinderfeld
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 311 m ü. NN
Fläche 7,74 km²
Einwohner 2.091 (31. Dezember 2016) [1]
Bevölkerungsdichte 270 Ew./km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 155
Anschrift Pfarrer-Walter-Str. 4,
97271 Kleinrinderfeld
Telefon 09366 - 9077-0
Telefax 09366 - 9077-90
E-Mail info@kleinrinderfeld.bayern.de
Webseite www.kleinrinderfeld.de
1. Bürgermeister Eva-Maria Linsenbreder (SPD)
Wappen
Wappen Kleinrinderfeld.png

Kleinrinderfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern.

Geographie[Bearbeiten]

Südöstlicher Landkreis Würzburg zwischen Guttenberger Wald und Irtenberger Wald an der Grenze zu Baden-Württemberg.

Ortsteile[Bearbeiten]

Die Gemeinde besteht neben der eigentlichen Gemeinde aus den beiden Ortsteilen Limbachshof und Maisenbachhof.

Geschichte und Namensherkunft[Bearbeiten]

Ortszentrum Kleinrinderfeld
Brunnen aus Muschelkalk
Katholische Pfarrkirche St. Martin in Kleinrinderfeld
Neues Rathaus
Denkmalgeschütztes Wohnhaus
Gemeindehaus

Mit den Siegen der Franken über die Alamannen und über die Thüringer wurde der Raum Kleinrinderfeld in das fränkische Großreich der Merowinger von König Chlodwig integriert. Aus dem Patronat der Pfarrkirche und der Namensendung „-feld“ ist eine Gründung in spät-merowingischer Zeit anzunehmen, weil dem heiligen Martin von Tours im 8. Jahrhundert viele Kirchen geweiht wurden.

Die im Staatsarchiv Würzburg lagernde Urkunde vom 22. Juni 1060, mit der König Heinrich IV. dem Würzburger Bischof Adalbero einen Wildbann (= Jagdrecht) im Raum Kleinrinderfeld verlieh, spricht bereits hier von der Ansiedelung „Rindervelt minor“ [2] (= das kleine Rinderfeld).

Kleinrinderfeld bzw. einzelne Huben gehörten dem Landadel der Zobel von Guttenberg und der Geyer von Giebelstadt sowie den Klöstern Himmelspforten, St. Jakob, Engelgarten bzw. Paradeis und zum Haus des Deutschen Ordens. Mit der Übernahme der zobelschen und geyerschen Rechte an Kleinrinderfeld durch den Würzburger Bischof Lorenz von Bibra (1510 bzw. 1518), der Eingliederung von Kist und Kleinrinderfeld in das Hochstift Würzburg im Jahr 1585 wurde die Ausgliederung aus dem Erzstift Mainz vollzogen.

Die Kauf- und Entsiedlungspolitik der Würzburger Bischöfe führte zu umfangreichen fürstbischöflichen Waldflächen, wie Guttenberger Wald und Irtenberger Wald, die heute noch die Gemeindeflur Kleinrinderfelds begrenzen.

Die Säkularisation des Hochstiftes Würzburg 1803 brachte den Anschluss an das Königreich Bayern, der nach kurzem Interregnum des Großherzogums Würzburg unter Ferdinand III. von Toskana im Jahre 1814 endgültig vollzogen wurde.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

In Rot ein auf ansteigendem goldenen Rasen nach links schreitendes, hersehendes silbernes Rind.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Das Rind steht redend für den Ortsnamen und ist auf einem Relief an einem Bildstock von 1627 sowie in einem Gemeindesiegel aus der Zeit um 1800 überliefert. Die Farben Silber und Rot sind die Farben des Hochstiftes Würzburg.

Religion[Bearbeiten]

Weitere Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Es besteht eine Partnerschaft mit der französischen Gemeinde Colleville-Montgomery im Département Calvados.

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten]

Kinderspielplätze[Bearbeiten]

  • Am Friedhof
  • An der Schule
  • Beim Sportplatz
  • Im Kühlen Grund
  • In den Neun Morgen

Gastronomie[Bearbeiten]

  • TSV Vereinsheim (Am Sportplatz 1)
  • Zum Goldenen Stern (Kirchheimer Str. 2)
  • Landgasthof Zum Löwen (Hauptstr. 24)
  • Gasthof Kühler Grund (Schönfelder Straße 6)
  • Gasthof Appel (Guttenbergerwald Str. 4)

Unternehmen[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Über die Staatsstraße 2296 besteht Anbindung an die Staatsstraße 578 und an die Anschlussstelle Gerchsheim der Bundesautobahn 81.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Kleinrinderfeld/Altes Rathaus
Eisenbahn.png Nächste Bahnstationen: Geroldshausen, Kirchheim


Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Franz Stadlbauer: Zur Geschichte von Kleinrinderfeld. In: 950 Jahre Kleinrinderfeld 1060-2010. Festschrift, Gemeinde Kleinrinderfeld, S. 12 f.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Hinweise[Bearbeiten]

  1. Zahlen & Fakten des Landkreises Würzburg auf www.landkreis-wuerzburg.de
  2. „... inde iterum recta via ad Rindervelt minorem usque ad rivum ibi praetereuntem deorsum ad witehuson in Gruonaha ...“

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

Die Karte wird geladen …