Kilian von Bibra

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KILIANUS à BIBRA , Nobilis Francus , J[uris] C[onsul]tus , Ecclesiae Cathedralis Herbipolensis Canonicus et Reipublicae Noribergensis Consiliarius ab A[nno] 1480. ad A[nnum] 1490. et ab hinc modo dictae Herbipolensis Praepositus . Natus A[nno] 14 Denatus A[nno] 1494.

Dr. Kilian von Bibra (* um 1425; † 13. Februar 1494) war Doktor des kanonischen Rechts und erlangte hohe geistliche Ämter, u.a. war er Dompropst und Generalvikar in Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

KilianvBChart.jpg

Kilian wuchs vermutlich auf dem Stammsitz in Bibra (bei Meiningen) im südlichen Landkreis Schmalkalden-Meiningen in Thüringen auf. Er studierte von 1441 bis 1444 in Erfurt, ab 1449 in Padua (Italien) und schloss 1450 als Doktor des kanonischen Rechts ab. 1443 ist er als Domizellar und 1459 als Domherr nachzuweisen, 1464 erhielt er ein Kanonikat im Stift Haug. 1473 wird er Propst am Stift Neumünster.

Dompropst und Generalvikar[Bearbeiten]

Kilian stieg bis zum Dompropst 1483 und Generalvikar 1486 im Bistum Würzburg auf. Er bekleidete noch weitere kirchliche Ämter und hatte in diesem Zusammenhang auch beträchtlichen Landbesitz. Er war mit diplomatischen Reisen betraut und galt zu seinem Lebensabend auch als Berater des Kaisers Maximilian I. Kilian war Mitglied der deutschen Bruderschaft bei Santa Maria dell'Anima in Rom.

Er trat auch im Zusammenhang mit der Person des Hans Böhm (Pauker von Niklashausen) in Erscheinung und entsandte Glaubensbrüder nach Niklashausen, um Hans Böhm als Scharlatan zu überführen, was allerdings nicht gelang. Die Ereignisse um Hans Böhm werden heute als Vorboten der Bundschuh-Bewegung und des Bauernkrieges gedeutet.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Position der Grabsteine in der Sepultur des Würzburger Doms

Sein Grabstein besteht aus einer metallenen Platte, welche sich im im Kapitelhaus (Sepultur) des Würzburger Doms St. Kilian befindet. Ein runder bronzener Aufsatz ist heute verschwunden; er enthielt in lateinischer Schrift kurz gefasst die erlangten Titel und das Sterbejahr des Kilian. Zentrales Motiv war ein Totenkopf als Symbol der Vergänglichkeit.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Wilhelm Freiherr von Bibra: Beiträge zur Familien Geschichte der Reichsfreiherrn von Bibra. (BD. 1) 1880, S. 50-68.
  • Friedrich Merzbacher: Kilian von Bibra. In: Fränkische Lebensbilder. Bd. 5 (1973). S. 97-134.
  • Johann Octavian Salver: Proben des hohen Teütschen Reichs Adels oder Sammlungen alter Denkmäler, Grabsteine, Wappen, Inn-und Urschriften, u. d. Nach ihren wahren Urbilde aufgenommen, unter offener Treüe bewähret, und durch Ahnenbäume auch sonstige Nachricten erkläret und erläutert (Würzburg, 1775)
  • Werner Schultheiß: Bibra, Freiherren von. In: Neue Deutsche Biographie. Bd.2. Berlin 1955. S. 215/216.
  • Werner Wagenhöfer: Die Bibra: Studien und Materialien zur Genealogie und zur Besitzgeschichte einer fränkischen Niederadelsfamilie im Spätmittelalter. Verlag Degener & Co, 1998; ISBN 3-7686-9147-0.
  • Sebastian Zeißner: Dr. Kilian von Bibra. Dompropst von Würzburg. In: Mainfränkisches Jahrbuch für Geschichte und Kunst 2 (1950).
  • Alfred Wendehorst: Das Stift Neumünster in Würzburg. Germania Sacra NF 26: Die Bistümer der Kirchenprovinz Mainz. Das Bistum Würzburg 4. de Gruyter, Berlin/New York 1989, ISBN 3-11-012057-7, S. 307

Weblinks[Bearbeiten]

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