Julius Büdel

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Prof. Dr. Julius Büdel (1982) (© Roland Pleier)
Prof. Dr. Julius Büdel (1964)

Prof. Dr. Julius Büdel (* 8. August 1903 in Molsheim im Elsaß; † 28. August 1983 in Würzburg) war Geograph, Geomorphologe und Professor an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg.

Leben und Wirken

Er wuchs in München auf und begann dort sein Geographie-Studium und wechselte dann nach Wien, wo er 1928 an der Wiener Universität promovierte. 1936 habilitierte er sich mit einem geomorphologischen Thema und wurde Dozent am Geographischen Institut der Universität Berlin. Während des Zweiten Weltkrieges war er als Leiter des Wissenschaftlichen Eisdienstes an der Deutschen Seewarte in Hamburg tätig, bevor er 1947 außerplanmäßiger Professor in Göttingen wurde. Forschungsreisen 1950/51 vervollständigten seine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Klima-Morphologie.

Professor in Würzburg

Am 1. Oktober 1951 erhielt Büdel einen Ruf als Ordentlicher Professor für Geographie an die Universität Würzburg, den er bis zu seiner Emeritierung behielt. Unter Leitung von Julius Büdel fanden, finanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft, 1959, 1960 und 1967 Spitzberger-Expeditionen zur Erforschung von Problemen der Klima-Geomorphologie statt. Mit Ende des Sommersemesters 1971 wurde er emeritiert. Sein Nachfolger wurde Horst Hagedorn[1]

Rektor der Universität

Von 1966 bis 1967 war Büdel Rektor der Universität Würzburg.

Ehrenamtliches Engagement

Seit Beginn seiner Lehrtätigkeit in Würzburg war Julius Büdel Vorsitzender der 1925 gegründeten Geographischen Gesellschaft Würzburg e.V.. 1971 ernannte ihn die GGW zum Ehrenvorsitzenden, sein Nachfolger Horst Hagedorn übernahm den ersten Vorsitz.

Professor Büdel war Initiator und von 1974 bis 1978 Vorsitzender des Deutschen Arbeitskreises für Geomorphologie. 1975 wurde auf seinen Antrag hin die Kommission für Geomorphologie der Bayerischen Akademie der Wissenschaften eingerichtet. 1965 bis 1983 war er Mitglied der Kommission für Glaziologie und von 1965 bis 1983 deren Ständiger Sekretär.

Ehrungen und Auszeichnungen

  • 1960: Ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften
  • 1968: Goldenes Stadtsiegel der Stadt Würzburg
  • 1969: Bayerischer Verdienstorden
  • 1976: Ehrenmitglied der Geographische Gesellschaft zu Lübeck
  • 1981: Victoria Medal der Royal Geographical Society in London
  • Nach ihm wurde unter anderem der Büdelfjellet, ein 267 Meter hoher Hügel in Spitzbergen benannt. [2] Ebenfalls nach ihm benannt ist der exakt 131 Meter hohe „Büdelberg“ auf der anderen Seite der Erdkugel. [3] [4]

Siehe auch

Quellen

Einzelnachweise

  1. Helmut Jäger: Die Geographie an der Universität Würzburg 1593-1981. In: Vierhundert Jahre Universität Würzburg. Eine Festschrift. Hrsg. von Peter Baumgart, Verlag Degener & Co., Neustadt an der Aisch 1982, S. 637-664; S. 658 f. (zitiert)
  2. The Norwegian Polar Institute: Place names in Norwegian polar areas
  3. Der Büdelberg ist ein Berg auf King George Island im Archipel der Südlichen Shetlandinseln. Er liegt in den Südbergen auf der Fildes-Halbinsel im Südwesten der Insel. Weitere Informationen bei Wikipedia [1].
  4. Main-Post: „Der Büdel-Berg in der Arktis“ (undatiert, Mitte der 1980er Jahre, oder: vermutlich Mitte 1985)
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