Jüdischer Friedhof Aub

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Jüdischer Friedhof Aub

Es gab zwei jüdische Friedhöfe in der Stadt Aub, einen alten aus dem 17. Jahrhundert und einen neuen, der den zu klein gewordenen ablöste. Beide befinden sich in unmittelbarer Nähe zueinander.

Lage[Bearbeiten]

Der jüdische Friedhof liegt nördlich des Harbachwegs im Osten der Auber Altstadt nahe der Gollach.

Geschichte[Bearbeiten]

In Aub lebten Juden bereits im Mittelalter. Erstmals wird der Ort anlässlich der Judenverfolgung durch die Horden des „Ritters Rindfleisch“ 1298 genannt.

In Aub wurde ein erster jüdischer Friedhof im 17. Jahrhundert um 1630 unmittelbar vor der Stadtmauer am Harbachweg angelegt. Das Memorbuch berichtet von der Beisetzung der Rabbinergattin Jutta, die 1631 starb und als zweite Person auf dem Friedhof beigesetzt wurde. Vor 1630 wurden die Toten der Gemeinde möglicherweise in Rödelsee beigesetzt.

Von 1665 bis 1695 wurden die Toten der Gemeinde aus unbekannten Gründen in Eibelstadt, zeitweise wohl auch in Allersheim, Rödelsee und Laudenbach beigesetzt. Ab etwa 1700 wurde wieder der Friedhof in Aub für Beisetzungen benutzt. Nachdem der alte Friedhof voll belegt war, legte die Gemeinde auf einem einem neu erworbenen Grundstück am Harbachweg (schräg gegenüber des alten Friedhofes) seit etwa 1880 einen neuen Friedhof auf einem lang gestreckten Grundstück an.

Der Kultusvorsteher Abraham spendete 1923 Geld für den Bau einer Mauer um das Gelände. In die westliche Umfassungsmauer wurden etwa 40 Grabsteine des alten Friedhofes eingemauert, nachdem dieser Anfang der 1920er Jahre aufgeschüttet und eingeebnet wurde. An den alten Friedhof erinnert neben ein eingemauerten Steinen heute nur noch ein Gedenkstein. Die Gräber befinden sich unter der aufgeschütteten Fläche.

Siehe auch[Bearbeiten]

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Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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