Integrierte Leitstelle

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Die Integrierte Leitstelle ILS vernetzt die Alarmierungswege für Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt. Sie nimmt alle Anrufe über die einheitliche Notrufnummer 112 entgegen und setzt die jeweils passende Hilfsleistung in Gang. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird die ILS auch als Rettungsleitstelle bezeichnet.

ILS im Dach der Berufsfeuerwehr

Alarmierung[Bearbeiten]

Notrufnummer[Bearbeiten]

Erreichbar ist die ILS 24 Stunden über die europäische Notrufnummer 112.

Sprach- und Hörbehinderte können die ILS über das 112-Notruf-Fax erreichen.

W-Fragen[Bearbeiten]

Für einen geregelten Ablauf eines Notrufes sollte man sich nach den fünf W-Fragen richten:

  • Wo ist etwas geschehen?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Personen sind betroffen?
  • Welche Art der Erkrankung/Verletzung liegt vor?
  • Warten auf Rückfragen!

Aufgabe/Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Aufgabe der Integrierte Leitstelle ist es, die Einsätze der Feuerwehren, Rettungsdienste, Technisches Hilfswerk, Katastrophenschutz, Wasserrettung und Notfallseelsorge in Stadt- und Landkreis Würzburg sowie den Landkreisen Kitzingen und Main-Spessart zu koordinieren. Je nach Tageszeit arbeiten zwischen vier und sieben Disponenten in der Leitstelle.

Entstehung[Bearbeiten]

In der ILS entstand 2010 als Zusammenführung der zuvor getrennt agierenden Leitstellen von Rettungsdienst und Feuerwehr.

  • Juli 2002: Der Bayerische Landtag beschließt die Einführung integrierter Leitstellen.
  • Ende 2003: Die Stadt Würzburg erhält vom Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg den Auftrag, eine Integrierte Leitstelle einzurichten.
  • 2005: Die Stadt übernimmt die Rettungsdienst-Leitstelle am Friedrich-Bergius-Ring vom Bayerischen Roten Kreuz.
  • In der Folgezeit finden umfangreiche Weiterbildungsmaßnahmen des Personals statt. Die Rettungsdienstmitarbeiter erhalten eine Feuerwehrausbildung und die Feuerwehrleute eine Rettungsdienstausbildung. So soll eine reibungslose Zusammenarbeit in der ILS gewährleistet sein.
  • Am 24. Februar 2010 wird um 13 Uhr die Würzburger ILS als erste Integrierte Leitstelle Unterfrankens im Dach der Berufsfeuerwehr in der Hofstallstraße in Betrieb genommen. Die offizielle Einweihung mit verschiedenen Politikern erfolgte am 2. Oktober 2010.

(Quelle: [1])

Fakten[Bearbeiten]

  • Einsatzgebiet der ILS Würzburg sind Stadt- und Landkreis Würzburg, Landkreis Kitzingen und Landkreis Main-Spessart (insgesamt 124 Gemeinden): Das Gebiet umfasst 511.000 Einwohner und eine Fläche von 3.061 Quadratmeter
  • 432 Feuerwehren mit 14.100 aktiven Wehrleuten und 907 Feuerwehrfahrzeugen gibt es im Bereich der ILS
  • Die ILS umfasst daneben 14 Rettungswachen mit 62 Rettungs- und Krankenwagen, 57 Schnelleinsatzgruppen und 14 Notarztstandorten
  • 15 Wasserrettungseinheiten
  • 6 THW-Ortsverbände mit 69 Fahrzeugen
  • 120.000 Einsätze pro Jahr (mit Krankentransporten)
  • 16 Bearbeitungsplätze

(Quelle: [2])

Kostenträger[Bearbeiten]

Die Einrichtung der Integrierten Leitstelle kostete über zwei Millionen Euro und wurde größtenteils (80-90%) vom Freistaat Bayern finanziert. Den Rest zahlten die beteiligten Gemeinden. Träger der ILS ist gegenwärtig der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg.

Technische Probleme[Bearbeiten]

Seit bestehen der ILS gibt es Probleme mit der Software, die speziell für alle Leitstellen in Bayern entwickelt wurde. Dies führte teilweise wiederum zu Alarmierungs- bzw. Kommunikationsproblemen. Laut Main-Post scheiterte beispielsweise eine Alarmierung des Helfer vor Ort (HvO) einer Gemeinde im Landkreis Würzburg. Schwierigkeiten gibt es außerdem mit Fahrzeugen, die nicht mit einem Funkmeldesystem (FMS) ausgestattet sind.

Pressespiegel[Bearbeiten]

Quelle / Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]