Immerhin

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Das Immerhin ist ein seit 1985 bestehender Jugendtreff, der seit Juli 2010 im Keller unter der Posthalle zu finden ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Jugendkulturtreff Immerhin besteht seit 1985 unter diesem Namen und hat sich zu einem bedeutenden Subkultur-Standort der Würzburger Musikszene hochgearbeitet. Jährlich gibt es ca. 120 Öffnungstage mit sehr vielen Live-Konzerten und DJ-Abenden, die Künstler kommen aus aller Welt in den kleinen Club. Vielfach bereisen Bands auf ihren Tourneen das Immerhin und schließen freundschaftliche Bande mit dem ehrenamtlichen Team. Nicht selten kommen so dauerhafte Verbindungen mit wiederkehrenden Auftritten zustande, z.B. mit Bands aus Schweden, Finnland, Frankreich, Japan, England, Brasilien und den USA. Der Jugendkulturtreff entstand einst aus einer 1972 [1] eingerichteten, christlich geprägten Vorgängereinrichtung namens „Teestube“. Nachdem diese Form der Jugendarbeit in den 1980er Jahren von der Zeit überholt wurde und kaum noch auf Zuspruch traf, erarbeitete das Team zusammen mit den Vertretern des Evangelischen Jugendwerks ein neues Konzept. Nun ging es mehr um Subkultur, Musik-Nischen und Live-Konzerte.

Trägerschaft[Bearbeiten]

Nach wie vor befindet sich das Immerhin in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche.

Örtlichkeit[Bearbeiten]

Bis Oktober 2009 befand sich das „Immerhin“ im „Haus mit der Sonne“ am Friedrich-Ebert-Ring 27 unweit des Gerichtsgebäudes am Ringpark. Aufgrund der maroden Bausubstanz des alten Gebäudes (entstanden 1947 in Leichtbauweise) musste man den Betrieb dort einstellen. Im Frühjahr 2010 erfolgte nach langer Suche der Umzug in den Keller unter der Posthalle nahe des Hauptbahnhofs. Seit Ende Juli 2010 konnte dort das Immerhin wieder seine Pforten regelmäßig öffnen.

Programm[Bearbeiten]

Das Programm wird in Eigenregie und ohne Vorgaben seitens des Trägers erstellt. Ca. 25 ehrenamtliche Mitarbeiter bilden ein Team und arbeiten ehrenamtlich. Im Laufe eines Monats werden jeden Freitag und Samstag Öffnungstage umgesetzt, wechselnde Wochentage sind nach Ankündigung ebenso geöffnet. Im weitesten Sinne lässt sich das gebotene Spektrum unter den Sammelbegriff „Rock“ subsumieren, besonders Freunde von Punk Rock, Psychedelic, Stoner Rock, Hardcore und Heavy Metal finden hier eine Heimat. Neben vielen Konzerten mit Musikern internationaler wie auch regionaler Herkunft liegt ein weiterer programmatischer Schwerpunkt in DJ-Abenden mit wechselnden Musikrichtungen. Beliebt sind daneben die teilweise legendären Motto-Parties (u.a. Halloween) sowie gelegentliche Lesungen und Filmabende.

Das Besondere am Immerhin[Bearbeiten]

  • Die Arbeit des Teams erfolgt zu 100% ehrenamtlich. Eintrittsgelder gehen komplett an die Musiker.
  • Das Immerhin ist kein Jugendzentrum, sondern versteht sich als Jugendkulturtreff. Daher liegt die Zielgruppe eher bei jungen Erwachsenen sowie Menschen jedes Alters und jeder Herkunft.
  • Der Club ist nicht profit-orientiert.
  • Die Preisgestaltung ist sehr fair gehalten. Neben preiswerten Konzerteintrittsgeldern wird auf ein günstiges Angebot von Limonaden, Säften und alkoholfreien Bieren Wert gelegt. Der Eintritt zum Thekenbereich ist immer frei.
  • Verantwortlicher Umgang mit Alkohol ist Thema, u.a. sind Mineralwasser und Tee im Immerhin kostenlos.
  • Die musikalische Bandbreite bewegt sich außerhalb des „Mainstreams“.
  • Häufig spielen interessante Newcomer-Musiker im Immerhin, die manchmal später größere Erfolge verbuchen können. Mitunter gelingt es dem Team, auch nach dem weiteren Aufstieg noch Konzerte mit den Bands im relativ kleinen Immerhin zu veranstalten.
  • Das Immerhin hat den Kulturpreis der Stadt Würzburg 2008 (Preis für junge Kultur) erhalten.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Busbahnhof
Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Hauptbahnhof West


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Paul Rieger: Wegen Heirat in Sommerhausen der Stadt verwiesen. Evangelische Kirchen in Würzburg - Aus Wille und Glauben wuchsen neue Gemeinden. In: 15 Jahrhunderte Würzburg. Hrsg. v. Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 231-236; S. 236

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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