Henri de Turenne

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Generalmarschall Henri de Turenne

Henri de La Tour d’Auvergne, Vicomte de Turenne (* 11. September 1611 in Sedan; † 27. Juli 1675 bei Sasbach/Baden) war französischer Generalmarschall und Besetzer der Stadt Ochsenfurt.

Militärische Laufbahn[Bearbeiten]

De Turenne diente ab 1629 zunächst im niederländischen Heer, wechselte aber 1630 als Oberst in die französische Armee. Nach erfolgreicen Belagerungen von Mainz und Breisach wurde er 1643 Oberbefehlshaber der französischen Truppen in Deutschland. 1645 wagte er einen Einfall nach Württemberg. Nachdem er bei Herbsthausen von den Bayern geschlagen wurde, siegte er in der Schlacht bei Nördlingen und eroberte die Stadt Trier. Der Westfälische Friede 1648 nach dem Dreißigjährigen Krieg wird auf die Besetzung Bayerns bis zum Inn durch Henri de Turenne mit zurückgeführt. Unter dem französischen König Ludwig XIV. befehltige er im Krieg gegen Holland die französische Armee am Niederrhein gegen die kaiserlichen und brandenburgischen Truppen. 1675 fiel er in der Schlacht von Sasbach in Baden.

De Turenne in Ochsenfurt[Bearbeiten]

Turenne war Mitte September 1673 mit 40.000 Mann und 2.000 Pferden vom Taubertal kommend Richtung Ochsenfurt gezogen. Die Franzosen verschanzten zunächst auf dem Dümmersberg. Bei Marktbreit kam es zum Kampf mit den kaiserlichen Truppen unter dem Kommando von General Graf Raimondo Montecuccoli. Da Turenne Ochsenfurt nicht einnehmen konnte, zog er sich am 16. September 1673 in die Kartause (Tückelhausen) zurück. Obwohl die Kartäusermönche in aller Eile die wichtigsten Schätze und sich selbst in Sicherheit bringen konnten, setzten die Franzosen dem Kloster arg zu. Von damaligen Prior Bruno Clement ist die Schilderung überliefert: "Den Wein, der noch übrig geblieben, ließ man in die Keller laufen, die Fenster wurden zertrümmert, die Landleute an den Bettelstab gebracht, zum Theil auch ermordet. Die Kirche selber wurde als Pferdestall gebraucht."

De Turenne in Unteraltertheim[Bearbeiten]

Am 20. September 1673 lagerte Henri de Turenne mit seinen Truppen in Wenkheim. Als auf der Gemarkung Unteraltertheim einer seiner Soldaten erschlagen aufgefunden wurde, ließ Turenne ganz Unteraltertheim niederbrennen. Die ganze Gemeinde samt Kirche, Pfarrhaus und Schulhaus wurden ein Raub der Flammen.

Letzte Ruhestätte[Bearbeiten]

Sein Grabmal steht im Invalidendom in Paris.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]