Hauptbahnhof

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Hauptbahnhof
Gleisvorfeld
Blick vom Steinberg auf den Hauptbahnhof

Der heutige Würzburger Hauptbahnhof wurde in den 1950er Jahren an Stelle der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Bahnhofsgebäude errichtet. Aufgrund der zentralen Lage der Stadt kreuzen sich einige wichtige Regional- und Fernverkehrslinien in Würzburg. Dem Personenverkehr stehen insgesamt 10 Gleise zur Verfügung. Die Bahnanlagen trennen den Stadtbezirk Grombühl von der Altstadt.

Reiseauskunft, Fahrplan[Bearbeiten]

Regionalverbindungen (Kursbuchstrecken)[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Der Hauptbahnhof im Jahr 1919

Bau[Bearbeiten]

1854 wurde der Ludwigsbahnhof, der Vorgänger des heutigen Hauptbahnhofes an der Stelle des heutigen Mainfranken Theaters eröffnet. Im Zuge der Entfestigung der Altstadt wurde aber mit dem Bau des heutigen Bahnhofs am Fuß des Steinbergs begonnen. Dieser wurde auch aufgrund des gestiegenen Eisenbahnverkehrs benötigt. In den 1860er Jahren wurde die Streckenführung von Würzburg in weitere Städte erweitert. So kamen Verbindungen nach Ansbach (und von dort aus der Anschluss nach München), Fürth und den Badischen Odenwald hinzu. Der Kopfbahnhof hatte nicht die nötige Kapazität und auch ein Ausbau gestaltete sich in der Würzburger Innenstadt als unmöglich. Der Neubau des Hauptbahnhofes wurde auf dem preisgünstigen, zuvor nicht erschlossenen Gebiet angelegt und später durch die Bahnhofstraße und die neu geplante Kaiserstraße mit der Stadt verbunden (der Umweg über das Neutor entfiel dadurch). Die Entscheidung für einen Bahnhofsneubau an dieser Stelle fiel 1862, wenn auch erste Planungen schon vorher stattgefunden haben. Der Baubeginn unter Architekt Friedrich von Bürklein war ein Jahr später. Ab 1. Juli 1864 war der „Königlich-bayerische und Großherzoglich-badische Bahnhof“ im Vollbetrieb. 1867 wurde er in „Central-Bahnhof“ umbenannt. 1868 waren schließlich alle Bauarbeiten am Empfangsgebäude abgeschlossen.

Das Empfangsgebäude war ein zweigeschossiger Bau mit Mittelhalle. Diese wurde von zwei erhöhten Seitenbauten begrenzt. Die Front der Mittelhalle bestand aus arkadenähnlichen Torbögen, die den Zugang zum Inneren des Bahnhofs darstellten. Es gab Wartesäle für vier Klassen, zwei Restaurants, Fahrkarten- und Gepäckschalter sowie mehrere Verwaltungsräume, was für damalige Bahnhöfe Standard war. Daneben gab es aber auch einen Salon für den König. Im Obergeschoss standen den Bediensteten Wohnungen zur Verfügung.

Nördlich des Bahnsteigbereiches wurden Abstellgleise, Lokomotiven- und Wagenhallen und Instandhaltungswerkstätten errichtet, wozu der Steinberger Hangfuß an dieser Stelle teilweise abgetragen wurde – siehe dazu den Artikel über das Bahnbetriebswerk. Als Technik-Denkmal sind die Reste der Drehscheiben und Rundschuppen beachtlich. Östlich vom Hauptbahnhof entstanden zusätzlich noch die Betriebsanlagen der Badischen Staatseisenbahnen, die den Betrieb auf der Odenwaldbahn in Richtung Heidelberg durchführten, von der nur etwa 20 Kilometern in Bayern lagen. [1]

Neubau nach dem Krieg[Bearbeiten]

Bei einem ersten amerikanischen Angriff im Zweiten Weltkrieg am 23. Februar 1945 wurden gezielt der Bahnhof und Bahnanlagen zerstört. Bis zum März verlief der Zugbetrieb noch halbwegs geordnet, bevor er nach dem 8. Mai gänzlich zum Stillstand kam. [2] [3] Ab Dezember 1945 konnten dann wieder alle Hauptstrecken vom Würzburger Hauptbahnhof aus gefahren werden. [4] Mit dem Neubau des Bahnhofes wurde 1952 begonnen und er wurde am 2. Oktober 1954 eröffnet. Man entschied sich gegen eine Rekonstruktion des alten Bahnhofgebäudes, sondern gestaltete einen schlichten Neubau im Stile der Nachkriegsarchitektur. Die Empfangshalle als Mittelteil des Gesamtkomplexes [5] war ein Werksentwurf von Regierungsbaumeister Hans Kern, der unter anderem auch die Bahnhöfe in Schweinfurt und Aschaffenburg entworfen hat. Mit dem im Rahmen der Elektrifizierung der Eisenbahn erfolgten Fahrdraht-Anschluss Würzburgs begann eine Steigerung von Geschwindigkeit und Kapazität, und seit 1975 wurden alle von Würzburg ausgehenden Strecken elektrisch betrieben. [6]

Wandbild[Bearbeiten]

Abfertigungshalle mit Wandbild (um 1960)
Wandbild im DB Museum Nürnberg

Im Rahmen des Programms Kunst am Bau wurde - wie an zahlreichen Bahnhöfen der Zeit - die große Wandfläche über dem Fahrkartenschalter künstlerisch gestaltet. Motiv und Technik waren jedoch außergewöhnlich. Das Bild zeigte weder heimatliche Anklänge noch zukunftsweisende Inhalte. Stattdessen stellte Alois Wünsche-Mitterecker eine historische Dampflokomotive und Bahnarbeiter dar. Wie in einer technischen Zeichnung machte der Künstler das Innenleben der Lokomotive sichtbar und zeigte die vielen technischen Details. Die rechts und links des Fahrzeugs gezeigten abstrahierten Figuren veranschaulichen die schwere Arbeit der Eisenbahner. Als Material für das Wandbild dienten Steinplatten unterschiedlicher natürlicher Färbung, welche sich als Grundraster über alle drei Seitenwände der Empfangshalle erstreckten. Das Gemälde entstand durch das Ätzen und kräftige farbige Fassen der Platten. Es dominierten Tiefschwarz und kräftiges Rot, glänzend silberne Details führten zu starken Kontrasten.

Das Kunstwerk erfuhr von Anfang an wenig Akzeptanz in der Bevölkerung und den Medien. Mehrfach wurde Kritik laut. Mit der Begründung einer Lockerung der Platten durch die Erschütterungen des Bahnverkehrs wurde die gesamte Plattenverkleidung mit dem Bild bereits nach vier Jahren (1958) komplett entfernt. Seit 1973 schmücken Teile davon eine Wand im DB Museum Nürnberg, allerdings wurden zwischenzeitlich die ursprünglich schwarzen Arbeiterfiguren hell überstrichen, was den optischen Gesamteindruck verändert.

In den Folgejahren gab es Vorschläge zur Neugestaltung der wieder kahlen Wandfläche. Z.B. erwog die VKU die Darstellung einer Karte des Frankenlandes in origineller Fassung. Es kam jedoch zu keiner neuen Ausgestaltung. Stattdessen diente die Freifläche vermehrt zu Reklamezwecken. [7]

Modelleisenbahn[Bearbeiten]

Vor allem bei Kindern sehr beliebt war eine 2,40 Meter auf 1,60 Meter große Modelleisenbahn-Vitrine im Gang zum östlichen Seitenausgang des Empfangsgebäudes in Richtung Parkhaus. 30 Jahre lang konnten ein ICE, ein Personenzug, ein Güterzug und ein Autozug für zehn Pfennige bzw. zuletzt 50 Cent vom Vitrinenrand gesteuert werden.[8] In der Vitrine hang ein Globus von der Decke, der von einer kleinen Lokomotive umkreist wurde. Aufgestellt und gewartet wurde die Anlage von der Düsseldorfer Firma Werner Ehret & Co KG (Inhaber: Hans-Dieter Hoernig), die bis heute Modelleisenbahnen in größeren deutschen Bahnhöfen betreibt.[9] 2008 musste die Anlage im Würzburger Hauptbahnhof abgebaut werden, da eine benachbarte Wendeltreppe zurückgebaut werden musste. Anschließend wurde die Fläche umfangreich umgebaut - heute befindet sich am früheren Standort die McDonald's-Filiale. Die Vitrine wurde von der Firma Werner Ehret & Co KG eingelagert.[8]

Sanierung[Bearbeiten]

Wegen des maroden Zustandes des Bahnhofes wurden im Jahr 2004 Umbauarbeiten geplant. Die Umsetzung derselben wäre an die Entstehung des Einkaufszentrums („Würzburg Arcaden“) unmittelbar neben dem Bahnhof auf dem Gelände der Posthallen gekoppelt gewesen. Unter anderem auf Grund eines Bürgerentscheids gegen das Einkaufszentrum wurden diese ersten Planungen wieder verworfen.

2009 lagen dann eigenständige Pläne für einen kompletten Bahnhofsumbau vor, deren Umsetzung 2010 - zumindest teilweise - eingeleitet wurde. Im Rahmen des Konjunkturpaketes wurden für die Energetische Sanierung und den Umbau der Bahnhofshalle zu diesem Zeitpunkt nämlich 2,1 Millionen Euro an Fördergeldern zur Verfügung gestellt.[10] Begonnen wurde mit der energetischen Sanierung der Hauptfront (Südseite). Hierbei wurde die alte Fassade fast komplett entfernt und auch das langgezogene Vordach abgetragen. Anschließend wurde eine energiesparende, neue Fassade angebracht. Hierbei kamen Fenster aus Isolierglas zum Einsatz. Die Einzelhandelsgeschäfte wurden hierbei um 1,5 Meter in Richtung Vorplatz erweitert und ebenfalls mit einer neuen Fensterfront versehen. Zentral an der Südseite wurde der neue Haupteingang platziert, der Osteingang in Richtung Parkplatz wurde geschlossen. Auch die markante, große Uhr an der Außenfassade aus dem Jahr 1956 wurde Anfang 2014 generalüberholt und erhält seitdem ihr Zeitsignal von einer Atomuhr.

Bahnhofsuhr am Empfangsgebäude

2012 wurde mit der Umgestaltung der Einzelhandel- und Gastronomiebetriebe begonnen. [11] Nach der Neugestaltung der Verkaufsflächen soll der Hauptbahnhof 900 Quadratmeter Verkaufsfläche und zwei Gastronomiebetriebe mit insgesamt 440 Quadratmeter Grundfläche umfassen. Hierbei sollen keine Verkaufsstände mehr unmittelbar in der Wartehalle und vor dem Hauptgebäude stehen - die bisher existierenden Stände wurden deshalb abgebaut. [12] Laut Bahn soll dabei auch die WC-Anlage grundlegend saniert werden und zukünftig von dem Unternehmen Sanifair betreut werden. Die Wartehalle soll attraktiver und übersichtlicher für Reisende gestaltet werden - unter anderem mit neuen Sitzgruppen.[11][13] Die Neugestaltung des östlichen Empfangsgebäudes (inklusive Büros im Obergeschoss) läuft aktuell und wird voraussichtlich Ende 2013 mit einem neuen SB-Reisezentrum abgeschlossen sein. Dieses befindet sich während der Umbauarbeiten auf dem Bahnhofplatz am Busbahnhof. Eine Neugestaltung erfolgt gegenwärtig außerdem im nördlichen Teil der Empfangshalle: Hier sollen Servicebereich, Schließfächer und eine Mieteinheit untergebracht werden. Die Bautätigkeiten werden jedoch erst mit der neuen Unterführung endgültig abgeschlossen sein.

Der barrierefreie Ausbau des Hauptbahnhofes war sollte ursprünglich 2013 beginnen und bis zum Beginn der Landesgartenschau 2018 fertiggestellt sein. Hierfür wird eine deutlich breitere Fußgängerunterführung westlich der bestehenden Unterführung neu gebaut, die mit Aufzügen die Bahnsteige barrierefrei erschließt. Die Bahnsteige sollen abschließend mit neuen Dächern, moderner Lautsprecheranlage und neuer Beschilderung ausgestattet werden. Ende September 2013 gab die Bahn jedoch bekannt, dass der Zeitplan aufgrund von Trinkwasserschutz-Auflagen und Unstimmigkeiten mit der Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH nicht eingehalten kann: Statt zur Eröffnung der Landesgartenschau kündigte die Bahn an, dass die Umbauarbeiten erst 2016/2017 begonnen werden und 2022/2023 abgeschlossen sein. Während der Landesgartenschau 2018 sollen stattdessen Auffang- und Servicekonzepte dem erhöhten Fahrgastaufkommen Rechnung tragen. [14] Stadt Würzburg und zahlreiche Würzburger Unternehmen gaben sich mit den neuen Plänen der Deutschen Bahn jedoch nicht zufrieden und übten Druck auf selbige aus. [15] Im Rahmen eines durch Barbara Stamm initiierten Runden Tisches trafen sich Vertreter der Stadt, der Bahn und der Trinkwasserversorgung Würzburg GmbH und sprachen über den Ausbau. Der nächste Runde Tisch soll laut Bayerns Innenstaatssekretär Gerhard Eck am 20. Dezember zusammenkommen. Bisher zeichnet sich ab, dass die Arbeiten möglicherweise doch schon bis 2018 fertig werden. Mit Probebohrungen wurde trotz Absage nun doch begonnen.[16] [17] Der barrierefreie Ausbau soll 32 Millionen Euro kosten. [11]. Der Spatenstich für den barrierefreien Ausbau erfolgte am 9. Oktober 2015. Bis zur Landesgartenschau 2018 sollen die Bahnsteige 1-4 und bis 2021 die Bahnsteige 5 und 6 barrierefrei erreichbar sein. [18]

► Planung der DB Netze / DB Station&Service Unterfranken zur Bahnhofssanierung (PDF)

Bahnsteige, Gleise und Barrierefreiheit[Bearbeiten]

Bahnsteige

Der Bahnhof verfügt über umfangreiche Gleisanlagen für den Nah- und Fernverkehr. Vom Personenverkehr werden regulär zehn Gleise (2-11) angefahren, die wiederum über fünf Bahnsteige erreichbar sind. Die Bahnsteige werden über Tunnel auf Straßenniveau erschlossen und alphabetisch durchbuchstabiert (B bis F):

  • Bahnsteig B: Gleise 2 und 3 (Nahverkehr); Länge: 435 m, Breite: 7,70 m
  • Bahnsteig C: Gleise 4 und 5 (Fern- und Nahverkehr); Länge: 473/444 m, Breite: 7,70 m
  • Bahnsteig D: Gleise 6 und 7 (Fern- und Nahverkehr); Länge: 417/365 m, Breite: 7,70 m
  • Bahnsteig E: Gleise 8 und 9 (Nahverkehr); Länge: 300 m, Breite: 7,70 m
  • Bahnsteig F: Gleise 10 und 11 (Nahverkehr); Länge: 323/329 m , Breite: 8,30 m

Alle Bahnsteige haben eine Kantenhöhe von 76 cm. Die ICE-Bahnsteige C und D sind nahezu auf ihrer vollen Länge überdacht und in Abschnitte unterteilt. Die Bahnsteige D, E und F sind mit Gepäckförderbändern ausgestattet. Der Hausbahnsteig direkt am Gebäude (Gleis 1) wird als Intercity-Parkplatz genutzt und hatte bisher regulär keinen Zugverkehr. Während der Bauarbeiten halten jedoch auch an diesem Gleis Regionalzüge und es bestehen Treppen zum Tunnel. Früher wurde von Nahverkehrszügen auch noch das östlich anschließende Gleis 1c vor der damaligen Güterhalle angefahren.

Im Tunnel (dieser ist für das gegenwärtige Fahrgastaufkommen nicht ausgelegt, siehe Kapitel Sanierung) unter den Gleisen befinden sich seit Ende 2006 an allen Aufgängen dynamische Fahrgastanzeigen. Zeitgleich wurden außerdem die früher üblichen Zugzielanzeiger mit Fallblättern an den Bahnsteigen durch moderne Bildschirme in LCD-Technik ersetzt. Die Ansagen an den Bahnsteigen erfolgen in Würzburg nicht standardisiert per Computer, sondern durch Bahnpersonal.

Die Bahnsteige sind nicht unmittelbar barrierefrei (keine Aufzüge / Rolltreppen, Bahnsteigkanten nicht auf Zughöhe), können aber mit Ausnahme des Bahnsteigs F (Gleis 10 und 11) über einen Umweg durch einen Tunnel westlich des Bahnhofs („Posttunnel“) über längere Rampen erreicht werden. Da Bahnsteig F erst später gebaut wurde, ist dieser nur über einen Übergang über die Gleise erreichbar - es muss zuvor sichergestellt werden, dass kein Zug kommt. Des Weiteren stehen an jedem Bahnsteig Einstiegshilfen zur Überbrückung der Bahnsteigkante zur Verfügung. Unterstützung bietet das Personal des DB Mobilitätsservice. Bis 2021 soll der Bahnhof jedoch barrierefrei ausgebaut werden. [19] [20]

Mittlerweile sind (Stand September 2017) die Bahnsteige 1, 2 (Gleis 2/3) und 3 (Gleis 4 /5) saniert und wieder nutzbar. Jetzt erfolgt die Sanierung von Bahnsteig 4 (Gleis 6/7). Die neue Bahnunterführung ist im Bau und die alte Bahnunterführung dient während des Umbaus als Zugang zu den Bahnsteigen. Im Frühjahr 2018 wird die neue Bahnunterführung in Betrieb gehen und die Aufzüge für die Bahnsteige 2-4 in Betrieb gehen. Der Aufzug zu Bahnsteig 1 existiert bereits.

Für den Güterverkehr stehen nahe dem Empfangsgebäude die Gleise 200 und 201 zur Verfügung. Darüber hinaus befinden sich nördlich von Gleis 11 weitere Gleise für den Güterverkehr (202 fortfolgend durchnummeriert). Am Bahnbetriebswerk nördlich des Hauptbahnhofes und oberhalb der Steinstraße westlich des Hauptbahnhofes gibt es mehrere Abstellgleise.

Vorplatz[Bearbeiten]

Auf dem Bahnhofsvorplatz befindet sich eine größere Rasenfläche mit dem Kiliansbrunnen, der 2007 abgebaut und restauriert wurde und heute wieder dort an seinem Platz steht. In östliche und westliche Richtung wird der Vorplatz durch Pavillonzeilen abgegrenzt, in südliche Richtung durch den Röntgenring. Östlich des Vorplatzes und des Haupteingangs befinden sich öffentliche Parkplätze, ein provisorischer Fahrradparkplatz und das Parkhaus Bahnhof (Parkhaus Quellenbach).

► Siehe Bahnhofplatz

Straßenbahnhaltestellen[Bearbeiten]

Um die Rasenfläche herum führt eine Wendeschleife der Würzburger Straßenbahn. Es gibt aktuell zwei Haltestellen: Die Haltestelle Hauptbahnhof Ost (Linie 1 und Linie 5 Richtung Grombühl) und die Haltestelle Hauptbahnhof West.

Nach aktuellen Planungen sollen die Straßenbahnhaltestellen jedoch verlegt und die Gleisführung verändert werden. Die Haltestellen müssen zukünftig mindestens eine Länge von 45 Metern aufweisen, um den neuen Generationen von Straßenbahnzügen gerecht zu werden. Vom Stadtrat wird eine Variante bevorzugt, nach der die barrierefreien Haltestellen vor dem Bahnhof paarweise hintereinander angelegt werden sollen. [21]

Busbahnhof[Bearbeiten]

Westlich des Haupteingangs befindet sich der Busbahnhof als wichtigster Umsteigepunkt für Stadt- und Regionalbuslinien. Seine Lage direkt am Hauptbahnhof ermöglicht somit auch ein Umsteigen zum bzw. vom Nah- und Fernverkehr der Deutschen Bahn.

Fernbushaltestellen[Bearbeiten]

Östlich des Bahnhofsgebäudes befinden sich am Parkhaus Bahnhof die Haltestellen der Fernbusse.

Bediente Strecken und Verbindungen[Bearbeiten]

ICE 3 verlässt den Hauptbahnhof

Von / nach Würzburg führende Strecken (Kursbuchstrecken = KBS):

Unternehmen und Service am Bahnhof[Bearbeiten]

Im Empfangsgebäude[Bearbeiten]

Gastronomie und Unternehmen
Service und Soziales

Auf dem weiteren Bahnhofsareal[Bearbeiten]

Vorplatz mit Pavillonreihen
► Siehe Bahnhofplatz
Östlich der Empfangshalle
Westlich der Empfangshalle

Trivia[Bearbeiten]

  • Im Jahr 2005 bekam der Würzburger Hauptbahnhof von der Bild am Sonntag den Titel „Hässlichster Bahnhof Deutschlands" verliehen. Zu den Kritikpunkten zählten insbesondere die wenig gepflegten Toiletten, die enge und dunkle Bahnsteigunterführung und die fehlende seniorengerechte und barrierefreie Ausstattung. Angesprochen wurden außerdem die „gammeligen Behelfsbauten" am Bahnhofsvorplatz. [22] 2013 griff die Würzburger Wochenzeitung WOB das Thema nochmals auf und berichtete über anstehende Verbesserungen.[23]
  • Würzburg ist Patenstadt für einen ICE 3MF der Deutschen Bahn. Siehe ICE Würzburg. Darüber hinaus trägt auch eine Lokomotive der Baureihe 52 (52 7409, Indienststellung 1943) auf den Windleitblechen die Bezeichnung „Stadt Würzburg" mit Stadtwappen. Die Dampflokomotive wird vom Eisenbahnmuseum (Deutsche Gesellschaft für Eisenbahngeschichte e. V.) als Museumszug für Sonderfahrten eingesetzt. [24] [25]
  • Zur Weihnachtszeit werden auf das Empfangsgebäude Schneeflocken projiziert und die Säulen der Fassade weihnachtlich beleuchtet.
  • Vom 5. Dezember bis 7. Dezember 2014 wurde das Empfangsgebäude aufwendig illuminiert. Zwischen 18 und 24 Uhr wurde die Fassade mit unterschiedlichen Farben und Mustern angestrahlt. Die Lichtinstallation wurde von der Karlstädter Firma „doitsmart.eventmanagement“ auf Initiative der Werbegemeinschaft der Geschäfte im Bahnhof eingerichtet und sollte einen Gegenpol zum Lichtermeer der Weihnachtszeit bilden.

Weitere Bahnhöfe in Würzburg[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Suse Schmuck: Der Bahnhof und sein Platz. Schöningh, Würzburg, 2004. ISBN 3-87717-811-1
  • Ulrich Wagner: Würzburg. Ein verlorenes Stadtbild. Wartberg, Gudensberg-Gleichen 1994. ISBN 3-86134-225-1.
  • Peter Hinrich, Hans Schülke: Bahnknotenpunkt Würzburg. Das große Bahnbetriebswerk in Unterfranken. Freiburg (EK-Verlag), 1990. ISBN 3882558709.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Heinrich, Peter; Schülke, Hans: Bahnknotenpunkt Würzburg. Das große Bahnbetriebswerk in Unterfranken. Seite 15 f.
  2. Hans Dieter Andreas und Manfred Herb: Die deutschen Krokodile: Ellok Baureihe E93 und E94, Wolfgang Zeunert, Gifhorn 1981, S. 93
  3. Stefan Mergenthaler †: Eisenbahnreise im Herbst 1945, Würzburger medizinhistorische Mitteilungen 4 (1986), S. 85-92, S. 85
  4. Stefan Mergenthaler, a.a.O., S. 86
  5. Heinrich Ragaller: Zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts in Würzburg, in: 15 Jahrhunderte Würzburg, hrsg. v. Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 353-373, S. 356
  6. Stefan Mergenthaler; a.a.O., S. 90 f.
  7. Suse Schmuck: Der Bahnhof und sein Platz. Hefte für Würzburg. Heft 3. Hrsg.: Heiner-Reitberger-Stiftung 2004.
  8. 8,0 8,1 Main-Post: „Modelleisenbahn im Bahnhof ist weg“ (27. November 2008)
  9. RP Online: „Die Bahn kommt – aus Düsseldorf“ (27. März 2011)
  10. Main-Post: „Energetische Sanierung läuft auf vollen Touren - ab 2011 Umbau im Innenbereich“ (5. August 2010)
  11. 11,0 11,1 11,2 Main-Post: „Reisezentrum zieht in den Container“ (26. April 2012)
  12. Main-Post: „Bahnhofsumbau: Halle bald ohne Verkaufsstände“ (16. Juli 2009)
  13. Main-Post: „2013: Neue Läden, WCs und Gastronomie im Bahnhof“ (16. Juli 2009)
  14. Main-Post: „Streit: Umbau des Hauptbahnhofs gestoppt“ (27. September 2013)
  15. Main-Post: „Bahnhof Würzburg: Unternehmen machen Druck auf die Bahn“ (11. November 2013)
  16. Main-Post: „Bahnhof: Doch bis 2018 zu schaffen?“ (27. November 2013)
  17. Main-Post: „Politiker laufen im Hauptbahnhof ein“ (3. Dezember 2013)
  18. Main-Post: „Symbolischer Spatenstich für neuen Gleistunnel am Hauptbahnhof“ (9. Oktober 2015)
  19. Information auf Würzburg.de
  20. Würzburg erleben: 32 Millionen für barrierefreien Hauptbahnhof
  21. Main-Post: „Straßenbahn-Wendeschleife um das Glacis“ (7. Dezember 2012)
  22. Main-Post: „Noten für Bahnhöfe: Würzburg auf letztem Platz“ (20. Juli 2005)
  23. WOB: Willkommen in Würzburg (Juni 2013)
  24. Informationen DGEG Eisenbahnmuseum Würzburg
  25. Bilder und Informationen auf Wuerzburg-Fotos.de

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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