Georg von Zürn

Aus WürzburgWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
Georg von Zürn mit Amtskette und Orden
Zürn-Gedenktafel im Klein-Nizza

Dr. Georg von Zürn (* 17. August 1834 in Würzburg, † 10. Mai 1884 ebenda) war Politiker und wurde schon mit 31 Jahren Oberbürgermeister von Würzburg. Während seiner Amtszeit als Bürgermeister von 1865 bis 1884 ließ er den Ringpark anlegen.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Er studierte Rechtswissenschaften und Staatsökonomie an der Universität Würzburg und in Erlangen, wo er auch promovierte. Später wirkte er als Jurist in Bamberg, Aschaffenburg und Augsburg.

Oberbürgermeister in Würzburg[Bearbeiten]

Als der Bürgermeister Jakob Hopfenstätter verstarb, bewarb Georg von Zürn sich um das Amt des Bürgermeisters und wurde am 7. Dezember 1865 einstimmig von einem Kollegium gewählt. Im Deutschen Krieg von 1866 wurde die Stadt von Preußen beschossen, wobei ersichtlich wurde, dass die Befestigung keinen hilfreichen Schutz bot. Daher wurde 1867 die Festungseigenschaft der Stadt, welche auch eine wirtschaftliche Ausweitung nach der Einverleibung durch den bayerischen Staat 1814 erschwert hatte [1], aufgehoben und die Altstadt entfestigt. Auf dem Gebiet des Glacis ließ er den heutigen Ringpark durch den Stadtgärtner Jöns Person Lindahl errichten.

Zürn förderte in seiner Amtszeit (1865–1884) den Wohnungs- und Straßenbau in der Stadt und reformierte das Schulwesen in Würzburg und erwarb das alte Areal des Ludwigsbahnhofs, auf dessen Gelände er die heutige Ludwigstraße bauen ließ. Er sorgte für den ersten Ausbau der Wasser- und Gasleitungen, sowie für die Pflasterung vieler Straßen.

Ehrenamtliches Engagement[Bearbeiten]

Zürn war Mitglied im Ausschuß zur Gründung des Verschönerungsvereins Würzburg.

Posthume Würdigung[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bruno Rottenbach: Es ist ein hartes Handwerk, eine schöne Frau zu sein. Das Bild des heutigen Würzburg nach dem Wiederaufbau - Die Europastadt öffnet sich zum Main. In: 15 Jahrhunderte Würzburg. Hrsg. von Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 263-280; S. 264 f. (zitiert)