Güntersleben

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Güntersleben
Ortstyp Gemeinde
Landkreis Würzburg
Regierungsbezirk Unterfranken
Freistaat Bayern
Land Deutschland
Kfz-Kennzeichen
Höhe 273 m ü. NN
Fläche 16,05 km²
Einwohner 4.398
Bevölkerungsdichte 274 Einwohner je km²
Gemeindekennzahl 09 6 79 142
Anschrift Gemeinde Güntersleben
Würzburger Str. 17
97261 Güntersleben
Telefon 09365-8070-0
Telefax 09365-8070-80
E-Mail rathaus@guentersleben.de
Webseite http://www.guentersleben.de/
1. Bürgermeister Ernst Joßberger (UB)
Wappen
Wappen Güntersleben.png

Güntersleben ist eine Gemeinde im Landkreis Würzburg im Regierungsbezirk Unterfranken im Freistaat Bayern.

Geographie[Bearbeiten]

Güntersleben liegt im Norden des Landkreises Würzburg. Es grenzt im Norden an Retzstadt, im Süden an Veitshöchheim und Würzburg, im Westen an Thüngersheim und im Osten an Rimpar an.

Geologie[Bearbeiten]

An der Straße in Richtung Thüngersheim befindet sich auf der Gemarkungsgrenze ein etwa 0,17 km² großer Steinbruch, der von der Thüngersheimer Firma Baustoffe Benkert für die Gewinnung von Kies, Schotter und Muschelkalkfelsen genutzt wird. Nördlich davon befindet sich ein weiterer, weitaus kleinerer Steinbruch, der seit längerem nicht mehr wirtschaftlich genutzt wird und als Geotop ausgewiesen ist.

Geschichte[Bearbeiten]

Neues Rathaus in Güntersleben
Katholische Pfarrkirche St. Maternus in Güntersleben
Altes Rathaus in Güntersleben

Die erste urkundliche Erwähnung Günterslebens stammt aus dem Jahr 1113. 1345 wird es zu einer selbständigen Pfarrei, zuvor war es Filialort von Veitshöchheim. Das Benediktinerkloster St. Stephan wurde 1802 aufgelöst und verlor das Zehntrecht an Güntersleben. 1803 wurde Güntersleben als Teil des Hochstiftes Würzburg zugunsten Bayerns säkularisiert Im Frieden von Preßburg 1805 wurde es Erzherzog Ferdinand von Toskana zur Bildung des Großherzogtums Würzburgs überlassen. 1814 fiel das Großherzogtum an das Königreich Bayern.

Namensherkunft[Bearbeiten]

Neben Güntersleben (und Gündersleben) gab es zeitweise auch die Bezeichnung Thüngersleben - diese ist jedoch heute im Sprachgebrauch nicht mehr verankert bzw. gebräuchlich.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

Unter rotem Schildhaupt, darin drei silberne Spitzen, in Blau zwei schräg gekreuzte goldene Abts- bzw. Bischofsstäbe, unterlegt von einer silbernen Kette; im oberen Winkel ein silbernes Ahornblatt, im unteren eine goldene Weintraube.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Güntersleben gehörte seit dem 16. Jahrhundert zum Territorium des Hochstifts Würzburg. Größter Grundherr war seit dem Mittelalter das Benediktinerkloster St. Stephan, das zugleich das Patronat über die Pfarrkirche von 1345 bis 1802 inne hatte. Der Frankenrechen im Schildhaupt und die Bischofsstäbe erinnern an die beiden geistlichen Herrschaftsinhaber. Die Weintraube deutet auf den traditionsreichen Weinbau hin und steht zugleich für den Ortspatron, den heiligen Maternus. Auf die Wallfahrt zu diesem Heiligen weist die Kette hin, die ein Freigelassener aus den Türkenkriegen am Maternus-Altar angebracht hatte. Das Ahornblatt stellt die Lage der Gemeinde in waldreicher Umgebung wie den Gramschatzer Wald dar.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Parks und Erholungsanlagen[Bearbeiten]

Am 28. Juli 2007 wurde der Dürrbachpark eröffnet. Dieser ist ein kleines Naherholungsgebiet und bietet verschiedenen Aktivitäten und einen Geschichtsweg (Geschichte des Ortes).

Kultur[Bearbeiten]

Gemeindezentrum[Bearbeiten]

Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Straßenweinfest (3-tägig im August, Veranstalter: Feuerwehr)
  • Kunstdings
  • Maternusfest (September, Veranstalter: Eigenheimervereinigung Güntersleben)

Vereine[Bearbeiten]

Weinbau[Bearbeiten]

Der Weinbau lässt sich, mit der Gründung der Pfarrei Güntersleben, bis in das Jahr 1345 zurückverfolgen. Um 1850 zählte Güntersleben mit 50 Hektar Rebfläche zu eines der größten Weinbaugemeinden Würzburgs. Gegenwärtig gibt es in Güntersleben fast 20 Nebenerwerbs-Winzer, die ihren Wein in der Lage Günterslebener Sommerstuhl anbauen. Die Anbaufläche dort beträgt 17 Hektar, es ist die einzige Lage auf Günterslebener Gemarkung. Organisiert sind die Winzer im Weinbauverein Güntersleben. Mit Sabine Ziegler hat der Weinort 2011 die Fränkische Weinkönigin gestellt.[1][2]

ÖPNV[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Information der Gemeinde Güntersleben
  2. Informationen Weinbauverein

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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