Eisingen

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Eisingen
Ortstyp Gemeinde
Regierungsbezirk Unterfranken
Landkreis Würzburg
KFZ-Kennzeichen
Postleitzahl 97429
Telefon-Vorwahl 09306
Höhe 327 m ü. NN
Fläche 5,32 km²
Einwohner 3.609 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte 678 Einwohner je km²
Gemeindekennzahl 08236011
Anschrift Gemeindeverwaltung Eisingen
Pfarrer-Henninger-Weg 10
97249 Eisingen
Telefon 09306 9063-0
Telefax 09306 9063-51
E-Mail rathaus@eisingen.de
Webseite http://www.eisingen.de
1. Bürgermeisterin Ursula Engert (UBE)
Wappen
Wappen Eisingen.png

Eisingen ist eine eigenständige Gemeinde im Landkreis Würzburg.

Geografie[Bearbeiten]

Eisingen liegt in der Planungsregion Würzburg. Es existiert nur die Gemarkung Eisingen.

Geschichte[Bearbeiten]

Eine fränkische Siedlung ist in die erste Hälfte des 7. Jahrhunderts zu datieren. Von diesen Franken dürfte Eisingen auch seinen Namen erhalten haben. Die aus einem Fuldaer Urkundenbuch (ausgefertigt am 2. September 786) erhaltene erste nachgewiesene Schreibweise für die Gemeinde lautete „Isilingen“. Es darf angenommen werden, dass die frühfränkische Siedlung von einem „Yso“ ihren Namen erhielt. 1045 ist es als „Ysungun“ urkundlich erwähnt. Seit 1164 hatte das Kloster Oberzell Besitz in Eisingen, ihm oblag auch bis in die Neuzeit die seelsorgerische Betreuung des Ortes. Um 1500 besaß das Ritterstift (bis 1464 Benediktinerkloster) St. Burkard in Würzburg die Dorfherrschaft und gut die Hälfte der Grundherrschaft. Weitere Grundherren waren das Klarissenkloster St. Agnes (in dessen Besitz später die Jesuiten und dann die Universität Würzburg traten), das Kloster Himmelspforten, das Stift Neumünster und das Hofkammerzinsamt, letzteres wohl als Rechtsnachfolger der ehemals burkardinischen Propstei Frauenberg. Als Teil des Hochstiftes Würzburg wurde Eisingen 1803 zugunsten Bayerns säkularisiert, dann im Frieden von Preßburg (1805) an Erzherzog Ferdinand III. von Toskana zur Bildung des Großherzogtums, mit welchem es 1814 endgültig an Bayern zurückfiel. Im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern entstand mit dem Gemeindeedikt von 1818 die heutige Gemeinde.

Ortsteile[Bearbeiten]

  • Zur eigentlichen Gemeinde Eisingen gehört auch der Weiler Erbachshof.
  • In Eisingen ist die große Behinderteneinrichtung St.-Josefs-Stift mit etwa 350 Heimplätzen für körperlich und geistig behinderte Menschen beheimatet.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten]

Bernières-sur-Mer (Frankreich)

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung[Bearbeiten]

Das Wappen zeigt in rot den nimbierten silbernen Johannesadler in Seitenansicht, dem auf der Brust ein blaues Schildchen, darin eine silberne heraldische Lilie, aufgelegt ist.

Wappendeutung[Bearbeiten]

Der Johannesadler ist dem Siegelbild des Würzburger Klosters von Neumünster entnommen, das als Grundherr in Eisingen seit 1337 belegt ist. Die heraldische Lilie ist die Wappenfigur des Ritterstifts St. Burkard, das seit 1490 in Eisingen belegt ist und 1689 eine Dorfordnung erließ. Sie erinnert an dessen lang währende Ortsherrschaft in Eisingen. Die Farben Silber und Rot weisen auf die ehemalige Zugehörigkeit zum Hochstift Würzburg hin und sind zugleich die Farben Frankens.

Religion[Bearbeiten]

Nikolauskirche in Eisingen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Kunst und Kultur[Bearbeiten]

In der örtlichen Sankt-Nikolaus-Kirche in der Ortsmitte kann man das Kreuz des berühmten Bildhauers Tilman Riemenschneider sehen. Weitere Sehenswürdigkeiten sind unter anderem das begehbare Labyrinth beim St. Josefs-Stift und die Galerie Kunst im Erbachshof im Weiler Erbachshof.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Einmal im Jahr findet das so genannte Backhäuslesfest in Eisingen statt. Bei diesem wird in dem noch erhabenen alten Steinbackofen Brot und Blootz gebacken. Organisiert wird es vom Festausschuss der Vereine.

1855 forderte das königliche Landgericht, dass zum Schutz vor Feuer und zur Holzersparnis zwei öffentliche Backhäuser zu errichten seien. Bis dahin war an den meisten Höfen in Eisingen ein Privatbackofen zu finden. Der Abbruch des Backhauses des Oberdorfes (westlicher Ortsteil) wurde 1952 vom Gemeinderat beschlossen.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Soziale Einrichtungen
Banken
Unternehmen

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde Eisingen liegt verkehrsmäßig gut an das überörtliche Straßennetz angebunden. Die A 3 Frankfurt am Main – Nürnberg und A 81 Heilbronn sind nur ca. 2 Minuten entfernt.

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestellen: Eisingen/St.-Josef-Stift, Eisingen/Oberer Stadtweg, Eisingen/Stöckachstraße, Eisingen/Herrlesgraben


Vereine[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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