Ehrenbürger von Würzburg

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Verleihungsurkunde von Graf von Luxburg

Personen, welche als Ehrenbürger der Stadt Würzburg ausgezeichnet wurden. Neben den von der Stadt Würzburg selbst vergebenen Ehrenbürgerschaften übernahm die Stadt auch die Ehrenbürgerschaften der eingemeindeten Orte.

Ehrenbürger der Stadt Würzburg[Bearbeiten]

lfde.Nr. Jahr der Verleihung Name Biographische Notizen
1 1819 Georg Josef von Seuffert [1] (* 14. März 1793 in Würzburg; † 21. Oktober 1864), Bezirksgerichtsdirektor
2 1819 Johann Adam von Seuffert [1] (* 15. März 1794 in Würzburg; † 8. Mai 1857 in München), Professor an der Universität
3 1819 Wilhelm Joseph Behr (* 26. August 1775 in Sulzheim; † 1. August 1851 in Bamberg), Professor der Rechte
4 1819 Rudolf Graf von Rechteren-Limpurg (* 22. September 1751; † 20. Juni 1842 in Sommerhausen), Generalmajor
5 1824 Arnold Friedrich Ritter von Mieg (* 21. Januar 1778 in Heidelberg, † 7. Januar 1842 in Frankfurt/Main), Ministerialrat
6 1830 Johann Lukas Schönlein (* 30. November 1793 in Litzendorf; † 23. Januar 1864 in Bamberg), Mediziner und Naturforscher
7 1837 Georg Thomas Haaf (* 6. Oktober 1777 in Simringen; † 22. März 1843 in Würzburg), geistlicher Rat und Pfarrer
8 1837 Eleonore Landgräfin von Hessen-Rotenburg (* 13. Juli 1799 in Heubach; † 10. November 1851 in Raitz bei Brünn), Wohltäterin
9 1838 Franz Horn (* 16. November 1781 in Wolfsmünster; † 1856 in Würzburg), Rektor der Kreisgewerbeschule
10 1851 Franz Joseph Fröhlich (* 20. Mai 1780 in Würzburg; † 5. Januar 1862 in Würzburg), Gründer der Sing- und Musikschule Würzburg
11 1851 Johannes Bolongaro Crevenna (* 3. April 1807 in Amsterdam; † 16. Oktober 1871 in Würzburg), Kaufmann und Fabrikant
12 1856 Ludwig Wickenmayer (* 1. April 1805 in Würzburg; † 2. Februar 1879 in Würzburg), Stadtpfarrer zu St. Gertraud
13 1857 Johann Martin von Wagner (* 24. Juni 1777 in Würzburg; † 8. August 1858 in Rom), Direktor der Akademie der bildenden Künste und Stifter des gleichnamigen Museums
14 1857 Jakob Huth (* in Würzburg), Weinhändler, Ehrenmitglied des Polytechnischen Zentralvereins
15 1858 Wilhelm Scanzoni von Lichtenfels (* 21. Dezember 1821 in Prag; † 12. Juni 1891 in Schloss Zinneberg), Professor
16 1862 Ludwig Weis (*19. Januar 1813 in Zweibrücken; † 15. Mai 1880 in München), Erster Bürgermeister
17 1866 Friedrich Freiherr von Zu Rhein (* 7. Februar 1802 in Würzburg; † 15. September 1870 Würzburg), Staatsrat, Präsident der Regierung von Unterfranken
18 1871 Jakob Freiherr von Hartmann (* 4. Februar 1795 in Edenkoben; † 23. Februar 1873 in Würzburg), Generalkommandant
19 1891 Joseph von Schork (* 7. Dezember 1829 in Kleinheubach; † 25. Januar 1905 in Bamberg), Erzbischof von Bamberg
20 1892 Albert von Koelliker (* 6. Juli 1817 in Zürich; † 2. Juni 1905 in Würzburg), Universitätsprofessor
21 1899 Friedrich Graf von Luxburg (* 21. August 1829 in Laubegast; † 23. November 1905 in Würzburg), Präsident der Regierung von Unterfranken
22 1901 Franz Otto (* 20. Januar 1821 in Höchstadt; † 11. September 1911 in Heidingsfeld), Altbürgermeister von Heidingsfeld Verleihung 1901 in Heidingsfeld
23 1902 Franz Joseph von Stein (* 4. April 1833 in Amorbach; † 4. Mai 1909 in München), Erzbischof von München
24 1911 Friedrich Prym (* 28. September 1841 in Düren; † 15. Dezember 1915 in Bonn), Universitätsprofessor
25 1913 Philipp Ritter von Michel (* 1. April 1845 in Sachsenheim; † 13. Juni 1922 in Würzburg), Oberbürgermeister
26 1916 Friedrich Ritter von Brettreich (* 25. Dezember 1858 in Bamberg; † 23. März 1938 in Ägypten), Staatsminister
27 1921 Wilhelm Conrad Röntgen (* 27. März 1845 in Lennep; † 10. Februar 1923 in München), Universitätsprofessor, Nobelpreisträger 1901
28 1947 Josef Stangl (* 12. August 1907 in Kronach; † 8. April 1979 in Schweinfurt)), Bischof
29 1948 Hans Löffler (* 22. Juni 1872 in Karlstadt; † September 1955 in Würzburg), Oberbürgermeister
30 1961 Franz Stadelmayer (* 12. Januar 1891 in Scheinfeld; † 19. Mai 1971 in München), Oberbürgermeister
31 1995 Gerda Laufer (* 3. Januar 1910 in Würzburg; † 24. November 1999 in Würzburg), Mitglied des Stadtrats, Bezirksrats und Landtags
32 2000 Jean-Marie Girault (* 9. Februar 1926 in Pont-l’Évêque), Oberbürgermeister von Caen
33 2000 Hans-Bernhard Bolza-Schünemann (* 20. Mai 1926 in Bremen; † 23. Juli 2010 in Würzburg), Unternehmer, Präsident der IHK
34 2002 Robert Krick (* 7. Juni 1922 in Würzburg), Verleger und Stifter
35 2002 Margret Krick (* 1. Dezember 1926 in Köln;; † 5. April 2016 in Würzburg), Stifterin
36 2008 Hermann Kupsch (* 24. September 1918; † 16. November 2013 ), Kaufmann; baute nach dem Zweiten Weltkrieg die elterliche Firma zu einem mainfränkischen Vorzeigebetrieb aus.
37 2008 Peter C. Ruppert (* 1934 in Berlin), Sammlerehepaar von „konkreter Kunst“. Diese haben Teile ihrer Sammlung als Leihgabe ins Würzburger Museum im Kulturspeicher übergeben. Stifteten den „Peter-C.-Ruppert-Preis“ in Höhe von 15.000 Euro.
38 2008 Rosemarie Ruppert Sammlerehepaar von „konkreter Kunst“. Diese haben Teile Ihrer Sammlung als Leihgabe ins Würzburger Museum im Kulturspeicher übergeben.

Ehrenbürger eingegliederter Gemeinden[Bearbeiten]

Personen, welche die Ehrenbürgerschaft in den ehemals eigenständigen Gemeinden erhielten bevor die Orte nach Würzburg eingemeindet wurden:

1901: Franz Otto (* 20. Januar 1821 in Höchstadt; † 11. September 1911 in Heidingsfeld), Altbürgermeister von Heidingsfeld
1911: Eugen Schmitt (* 18. Mai 1862 in Großwenkheim, † 4. September 1936 in Lengfeld), Pfarrer in Lengfeld [2] [3]
1957: Georg Engel (* 5. Januar 1893 in Almendorf; † 5. Januar 1965 in Würzburg), Pfarrer in Lengfeld
1928: Georg Reinhard (* 29. Dezember 1840; † 3. Februar 1932 in Versbach), langjähriger Gemeinderat in Versbach und Feldgeschworener
1974: Walter Stier (* 27. September 1914 in Würzburg; † 2. April 1987 ebenda), Pfarrer in Versbach 1954-74
1976: Stefan Öhrlein (* 5. Juni 1905 in Oberdürrbach; † 6. April 1985 in Würzburg), Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Oberdürrbach
1976: Klaus Zeitler (* 27. September 1929 in Würzburg), Oberbürgermeister von Würzburg
1976: Helmuth Zimmerer (* 19. Dezember 1912 in Pfaffenberg; † 22. November 1984 in Würzburg), Oberbürgermeister von Würzburg
1968: Anton Schmitt (* 30. März ? in Burghausen b. Arnstein; † 25. November 1973 in Unterdürrbach), Geistlicher Rat, Pfarrer von Unterdürrbach

Ehrenbürger im „Dritten Reich“[Bearbeiten]

Das Würzburger Wohnungsbuch von 1939 [4] weist zusätzlich folgende Ehrenbürger der Stadt Würzburg aus:

  • 2. Mai 1933: Adolf Hitler, Reichskanzler
  • 1934: Paul von Hindenburg u. Beneckendorff, Reichspräsident
  • 19. Juli 1938: Ludwig Siebert, Bayerischer Ministerpräsident
  • 19. Juli 1938: General Franz Ritter von Epp, Reichsstatthalter in Bayern

Am 13. August 1945 macht die Referenten- und Bezirksbürgermeistersitzung das Ehrenbürgerrecht für Adolf Hitler, Ludwig Siebert und Ritter von Epp rückgängig. [5]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. 1,0 1,1 Ehrenbürgerschaft durch seinen Vater Johann Michael von Seuffert erteilt. Dieser hatte als Abgeordneter das Diplom zu einem doppelten Bürgerrecht für zwei seiner Söhne erhalten.
  2. Lengfelder Chronik, Kapitel "Die Pfarrer von Lengfeld ab 1803"
  3. Gemeinderatsprotokoll Lengfeld 1911, Stadtarchiv Würzburg GA Lengfeld 2271
  4. Würzburger Wohnungsbuch 1939. Stürtz, Würzburg. (UB 651/731 A 242)
  5. Würzburger Chronik vom denkwürdigen Jahre 1945. Verlag F. Schöningh, Würzburg 1947. S. 244

Weblinks[Bearbeiten]