Echtergotik

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Die Echtergotik (auch Echterstil oder Juliusstil) ist ein Baustil der fränkischen Nachgotik aus dem späten 16. bis mittleren 17. Jahrhundert.

Architektonische Stileinordnung[Bearbeiten]

Die Echtergotik ist geprägt von gotischen Architekturmotiven in den Epochen der Renaissance und des Barock. Es handelt sich einerseits um eine Weiterführung der mittelalterlichen Bautradition (vor allem im Gewölbebau) im Rahmen einer handwerklich und von Zünften geprägten Baukunst, andererseits um den programmatischen Einsatz ausgewählter gotischer Elemente wie Rippengewölbe und Maßwerkfenster im Sakralbau in Abgrenzung zum Profanbau. Besonders beliebt waren dabei die charakteristischen spitz zulaufenden Turmabschlüsse an Kirchenbauten, die auch als Echtertürme bezeichnet werden. Erbaut wurden die Kirchtürme im Zuge von Neubauten oder umfangreicher Renovierungsmaßnahmen.

Namensgeber[Bearbeiten]

Sie ist benannt nach dem Würzburger Fürstbischof Julius Echter von Mespelbrunn. Dieser ließ Renaissancebauten bewusst und gezielt mit gotischen Formelementen versetzen. Die zeitliche Einordnung ist mit seiner Amtszeit nahezu deckungsgleich. Als eines der Hauptwerke der, auch als „Julius-Stil“ bezeichneten Echtergotik gilt beispielsweise das nach Plänen von Georg Robin durch Wolf Behringer gebaute Gebäude der Alten Universität. [1]

Stilprägende Beispiele in Stadt und Landkreis[Bearbeiten]

Bildergalerie[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Rudolf Pfister: Das Würzburger Wohnhaus im XVI. Jahrhundert. Mit einer Abhandlung über den sogenannten Juliusstil. Inaugural-Dissertation an der Universität Würzburg 1914. (UB 20 NZ 94200 P529)

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Theodor Berchem: Würzburgs Universität rüstet zur 400-Jahr-Feier, in: 15 Jahrhunderte Würzburg, hrsg. v. Heinz Otremba, Echter-Verlag, Würzburg 1979, S. 281-296; S. 282 f.