Deutscher Orden

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Crux Ordis Teutonicorum (Ordenskreuz des Deutschen Ordens)

Der Deutsche Orden, auch Deutschherren- oder Deutschritterorden genannt, ist eine geistliche Gemeinschaft adliger Männer, welche reichsunmittelbar von 1219 bis 1809 auch in Würzburg aktiv war. Heute zählt der Großteil des Bistums Würzburg zur Komturei Franken.

Ordensgründung[Bearbeiten]

Der Orden führt seine Geschichte auf die Zeit der Kreuzzüge nach Jerusalem zurück. Die Mitglieder des Ordens waren regulierte Chorherren. Der heutige Orden hat etwa 1100 Mitglieder, auch Nichtadlige, darunter 10 Prozent Priester, aber auch 200 Frauen (Kongregation). Der Hauptsitz mit Ordensmuseum befindet sich in Wien. Sein vollständiger Name ist „Orden der Brüder vom Deutschen Haus Sankt Mariens in Jerusalem“. Sein Wappen (z.B. an Türbögen zu finden) ist ein schwarzes Kreuz auf weißem Grund. Der Orden konnte im Mittelalter große Ländereien im Streubesitz erwerben bzw. militärisch erobern. Er war eng mit der Geschichte Preußens verbunden hatte aber auch Einfluss im fränkischen Raum.

Geschichte des Deutschen Ordens in Würzburg[Bearbeiten]

Inschrift der Komturei

Erste Niederlassung[Bearbeiten]

Wann sich der Deutsche Orden in Würzburg niederließ und ein Ordenshaus (= Kommende oder Komturei) errichtete, lässt sich nicht genau angeben. Am 16. November 1219 schenkte der Würzburger Bischof Otto von Lobdeburg mit Zustimmung des Domkapitels dem Deutschen Orden das Areal auf dem Giersberg [1], auf dem der Königshof („curia regia”) beim Schottenkloster im Mainviertel lag. Hier hatte der Stauferkönig Friedrich Barbarossa (1152-1190) seine Hochzeit mit Prinzessin Beatrix von Burgund gefeiert. Nach seinem Tod ging der Hof in den Besitz des Bistums Würzburg über, welches den Hof seinerseits dem Deutschen Orden schenkte. Die Bestätigung der Schenkung erfolgte am 11. Juli 1220 durch Papst Honorius III. Im Jahre 1224 stimmte auch Kaiser Friedrich II. (1212-1250), der offenkundig noch ein Verfügungsrecht über den Königshof hatte, ebenfalls zu, vermutlich unter der Voraussetzung, dass der Königshof das kaiserliche Gefolge verpflegte, wenn es in Würzburg Station machte. [2]

Da sich Bischof Otto von den „fratres domus theutonicae” (lateinische Bezeichnung der Deutschordensbrüder) eine Stärkung seines Einflusses auf die Politik versprach, war er sehr daran interessiert, dass sie sich in seiner Stadt niederließen. Diese positive Einstellung gegenüber dem Deutschen Orden galt für alle Würzburger Bischöfe des 13. Jahrhunderts, weshalb sie den Orden mit großzügigen Schenkungen bedachten. 1219 verfügte der Orden zwar schon über ein eigenes Haus in Würzburg, allerdings bestand noch keine eigene Kommende. Wann genau die Würzburger Ordensniederlassung zur Kommende erhoben wurde, ist nicht bekannt. Nach 1219 war in Würzburg ein Ordensbruder mit dem Namen Wichmann als Verwalter tätig [3], dessen Spuren sich bis ins Jahr 1239 verfolgen lassen. Er gilt als der erste Komtur der Kommende in Würzburg, der Einfluss auf die Würzburger Ordensniederlassung nahm und aktiv in der Ordenspolitik mitwirkte.

Außenansicht der Deutschhauskirche

Im Jahre 1223 kam die Würzburger Kommende zu einer großzügigen Schenkung, die folgenden Hintergrund hatte: Am 3. Dezember 1202 wurde der Würzburger Bischof Konrad I. von Querfurt von Bodo II. von Rabensburg und drei Komplizen ermordet, da er in eine Fehde mit den Rabensburgern verwickelt war. [4] Auf die Nachricht von der Ermordung Konrads verhängte Papst Innozenz III. am 23./25. Januar 1202 den großen Bann über die Mörder und deren Helfer und sie verloren ihren Besitz, wurden aber vom Papst unter schweren Bußauflagen begnadigt. Die Söhne Bodos II. wurden vom Kaiser wieder mit Lehensgütern ausgestattet. Bodo III., einer der Söhne von Bodo II., trat 1223 in die Würzburger Kommende des Deutschen Ordens ein und schenkte ihr mit Zustimmung des Würzburger Bischofs Otto von Lobdeburg seinen gesamten Besitz, zu dem auch Werneck gehörte. [5] Die Verwandten von Bodo III. protestierten allerdings gegen diese großzügige Schenkung. Um einen Kompromiss zu erzielen, gab die Würzburger Kommende Werneck den Rabensburgern zurück und erhielt im Gegenzug Weinberge und andere Liegenschaften bei Rabensburg, Gerbrunn und Würzburg. Bischof Otto von Lobdeburg verzichtete seinerseits auf die Rechte an den Gütern Bodos III. zugunsten der Würzburger Kommende des Deutschen Ordens. Weitere namhafte Schenkungen an Grund und Boden folgten. Deren Erträge dienten zum einen den vielfältigen Aufgaben, die der Deutsche Orden zuerst in Palästina und später in Ostpreußen zu erfüllen hatte und zum anderen sicherten sie den Ordensbrüdern in den Komturen ein standesgemäßes Auskommen.

Im Jahre 1231 trat Graf Otto II. von Bodenlaube dem Würzburger Orden bei. Er war der Sohn des 1220 aus dem Heiligen Land zurückgekehrten prominenten Kreuzfahrers und Minnesängers Otto von Bodenlauben. Adelheid, die Ehefrau Ottos II., wurde Ordensfrau im Würzburger Dominikanerinnenkloster St. Markus. Die beiden Eheleute verkauften ihr gesamtes Gut der Würzburger Kirche und sorgten dafür, dass dem Deutschen Orden im Gegenzug bischöfliche Liegenschaften zufielen.

1226 baute der Orden an das ehemalige Königshaus einen Turm im spätromanischen Stil, in dessen untersten Geschoss eine Marienkapelle eingerichtet wurde, die in einer von Bischof Hermann von Lobdeburg ausgefertigten Urkunde erwähnt wurde.

Erhebung zur Kommende[Bearbeiten]

Spätestens im Jahre 1231 wurde das Würzburger Deutsche Haus zur Kommende erhoben und Bruder Wichmann [3] erster Komtur in Würzburg. Die noch junge Kommende wurde in die turbulenten reichs- und kirchenpolitischen Auseinandersetzungen des 13. Jahrhunderts mit hineingezogen. Kaiser Friedrich II. und Papst Gregor IX. rangen um die Vormacht. Der Deutsche Orden setzte auf den Stauferkaiser ohne allerdings seine Beziehungen zur römischen Kirche und zum Papst abzubrechen. 1239 wurde der Kaiser endgültig aus der Kirche ausgeschlossen. Es ist davon auszugehen, dass die Würzburger Kommende die stauferfreundliche Politik ihres Ordensoberen, dem Hochmeister Hermann von Salza [6] geteilt haben. Dagegen war der Würzburger Bischof Hermann von Lobdeburg eine treibende Kraft im Widerstand gegen Friedrich II..

Ende 1236 machte sich Wichmann mit einer hochrangig besetzten Ordensdelegation nach Wien auf und erhielt dort die kaiserliche Zustimmung, dass fränkisches Königsgut (etwa Gerbrunn, Randersacker und Dettwang) an die Würzburger Kommende fiel. Im Sommer 1237 zog Wichmann gemeinsam mit Kaiser Friedrich II. und Hermann von Salza nach Würzburg. Um ein Zusammentreffen mit dem Kaiser zu vermeiden, reiste Bischof Hermann von Lobdeburg nach Bamberg, allerdings vermittelte Hermann von Salza noch im gleichen Jahr ein Treffen des Bischofs mit dem Kaiser mit dem Ergebnis, dass der Bischof sich wieder der Stauferpartei anschloss.

1239 war der Bruch zwischen Papst und Kaiser endgültig, weshalb am 13. Februar 1239 eine Krisensitzung der führenden Brüder des Deutschen Ordens in der Würzburger Kommende stattfand. Die Frage war, wie der weitere Weg des Ordens aussehen sollte. Das Ergebnis dieser Krisensitzung ist nicht bekannt, aber bereits ein Jahr später waren die Führer des Deutschen Ordens wieder in Würzburg versammelt. Hier trafen sie mit Bischof Hermann von Lobdeburg zusammen, um dessen Fehde mit den Hennebergern gütlich beizulegen. Am 8. Mai 1240 kam ein Vergleich zustande.

Ende der reichspolitischen Einflußnahme[Bearbeiten]

Seit dem Jahr 1246 zog sich der Deutsche Orden aus der Reichspolitik zurück und widmete sich dem Ausbau des preußischen Ordensstaates. Die Würzburger Kommende vorlor schnell an politischer Bedeutung, allerdings nicht innerkirchlich und wirtschaftlich. Da viele Mitglieder des Domkapitels mit Angehörigen des Deutschen Ordens versippt und verschwägert waren, herrschte zwischen den beiden Gruppierungen ein gutes Verhältnis. Auch gehörten diverse Hochmeister des Ordens den Domherren an. Dagegen gab es zwischen dem Orden und der Bürgerschaft Spannungen, da Kaiser Friedrich II. alle Deutschordenshäuser von der Steuerpflicht befreit hatte, was auch bedeutete, dass die Würzburger Kommende keine Steuern zur Verteidigung der Stadt bezahlen musste. Der Zorn der Bürger auf die Ordensbrüder ließ nicht lange auf sich warten. So wurde das Würzburger Ordenshaus zwischen 1254 und 1265 Ziel eines Brandanschlags. Bischof Iring von Reinstein-Homburg entschädigte daraufhin den Deutschen Orden mit einer jährlichen Zahlung aus dem Sandertorzoll. Ebenso betraute der Bischof im Jahre 1254 den Deutschordenspriester Heinrich von Streitberg mit dem Amt des Weihbischofs.

Im Jahre 1258 übertrug Bischof Iring von Reinstein-Homburg der Würzburger Kommende die Pfarrei Detwang-Rothenburg, aus der später eine eigene Kommende entstand. Sein Nachfolger im Bischofsamt Berthold II. von Sternberg unterstützte die Würzburger Kommende bei ihren Plänen eines Kirchenbaus. In der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde der Bau einer ordenseigenen Kirche mit viel Energie vorangetrieben und als Vorbereitung darauf die Sammlung von sogenannten „Bauablässen” gestartet. Dies bedeutete, dass jeder, der durch Geld- oder Materialspenden oder auch durch freiwillige Arbeitsleistungen am Kirchenbau den Ablass erhielt. Um 1270 begannen die Brüder mit ihrem Kirchenbau auf dem Grundstück neben ihrer Kommende. 1287 verbot der Rat der Bürgerschaft den Weiterbau, da dem Kirchenbau ein öffentlicher Weg, der zum Schottenkloster führte, zum Opfer fallen würde. 1296 wurde ein Kompromiss gefunden: Die Deutschherren mussten den Weg zum Schottenkloster durch einen sogenannten Schwibbogen überbauen. Zu Beginn des 14. Jahrhunderts wurde die Deutschhauskirche nach mehreren Bauetappen fertiggestellt.

Im Laufe des 13. Jahrhunderts wuchs die Würzburger Kommende weiter und erwarb durch Kauf oder Schenkung das Patronat über die Kapelle in Biebelried, Grundbesitz in Oberpleichfeld und Waigolshausen sowie ein Haus am Würzburger Fischmarkt. Als weitere Besitzungen kamen im 14. Jahrhundert die Pfarrei Windsheim und die Kaplanei Hohenfeld hinzu. Außerdem hatte die Kommende noch die Rechte in Bergrheinfeld, Ippesheim, Kleinlangheim, Lipprichshausen und Mainstockheim.

Aufstieg und Fall der Würzburger Kommende[Bearbeiten]

Ihren Höhepunkt erreichte die Würzburger Kommende in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Zu diesen Zeitpunkt wohnten etwa 12 Brüder und der Komtur im Ordenshaus. Zahlreiche Ländereien in und um Würzburg erlaubten es der Kommende sich aus der Bevormundung des Bischofs zu lösen, was 1329 durch eine großzügige Schenkung an den Bischof gelang. Der Deutsche Orden war damit nur noch dem Papst direkt unterstellt. Über die zweite Hälfte des 14. Jahrhunderts finden sich in den Quellen keine Aufzeichnungen. Die Würzburger Kommende hatte ihre große Zeit hinter sich. Die Zahl der in Würzburg ansässigen Ordensbrüder ging stark zurück. Das Konventsleben erlosch allmählich. So wurde aus der Würzburger Kommende eine Versorgungs-Pfründe weniger adliger Ordensherren. Der Gesamtorden und ebenso die Würzburger Kommende waren im 15. Jahrhundert sehr wohlhabend. So bot das Würzburger Domkapitel wegen finanzieller Schwierigkeiten dem Deutschen Orden das Hochstift Würzburg samt seinen Liegenschaften zum Kauf an. [7] Allerdings wurde dieses Angebot wenig später wieder zurückgezogen.

Der wirtschaftliche Wohlstand der Kommende fand ein jähes Ende. Am 14. Mai 1525 rückten die aufständischen Bauern in Würzburg ein [8] und belagerten die Festung Marienberg. Ihr Lager errichteten sie am Ordenshaus, das bei geplündert wurde. Von der Festung aus wurde das Deutsche Haus unter Beschuss genommen und erlitt dabei großen Schaden. Dabei gingen fast der gesamte Hausrat und alle Vorräte der Kommende verloren. Der ehemals reiche Komtur Burkard von Seckendorf war über Nacht verschuldet, worauf der Mergentheimer Komtur Wolfgang von Bibra die verschuldete Kommende übernahm und auf eigene Kosten wieder herrrichtete. Als Verwalter setzte er Hans von Wolff ein. Daneben wohnten noch acht weitere Personen in der Kommende. 1543 wurde die heruntergekommene Kommende durch den Landkomtur Eberhard von Ehingen verwaltet und saniert. Sein Verdienst ist es auch, dass die Würzburger Kommende in den vielfältigen Umbrüchen des 16. Jahrhunderts nicht unterging. Obwohl die Kommende nach dem Dreißigjährigen Krieg saniert und ihr ursprünglicher Besitzstand wieder hergestellt worden war, erstarrte dennoch das Leben in der Kommende, welches sich auf die Verwaltung ihrer noch stattlichen Besitztümer beschränkte.

Neubau des Ordenshauses[Bearbeiten]

Das alte Ordensgebäude wurde 1694 durch einen barocken Neu- und Umbau ersetzt. Als Baumeister ist der aus Italien eingewanderte Antonio Petrini nachgewiesen. Bauherr war der Landkomtur der Ballei [9] Franken Maximilian von Ow, [10] der zwar schwerpunktmäßig in Ellingen residiert, sich aber in Würzburg eine standesgemäße Zweitresidenz schaffen wollte.

Ende der Kommende Würzburg[Bearbeiten]

1789 wurde die Würzburger Kommende, die zur Ballei Franken gehörte, unmittelbar dem Deutschmeistertum, also der Ordenszentrale in Bad Mergentheim, unterstellt. 1809 löste Napoleon den Deutschen Orden in den von ihm eroberten Gebieten auf. Die Würzburger Kommende und ihr Besitz fielen zunächst an das Großherzogtum Würzburg. Mit der Auflösung des Rheinbundes 1814 endete auch die Existenz des Großherzogtums. Durch Beschluss des Wiener Kongresses erhielt Großherzog Ferdinand von Würzburg seinen Erbstaat, das Großherzogtum Toskana, zurück; das Großherzogtum Würzburg aber fiel größtenteils an Bayern zurück.

Hochmeister (Auszug)[Bearbeiten]

Deutschmeister der Ballei Franken (Auszug)[Bearbeiten]

Komturen[Bearbeiten]

(in Klammern die bekannten Jahre) [11]

in alphabetischer Reihenfolge

bis 1309[Bearbeiten]

  • Otto von Estenfeld (1282)
  • Eberswinus (1292/93)
  • Konrad von Babenberg (1288–1289)
  • Konrad von Dettelbach (1295)
  • Heinrich gen. Karitas (1258)
  • Konrad von Münnerstadt (1271, 1274)
  • Wichmann (1239–1236/37)

bis 1529[Bearbeiten]

  • Wolff (Wolfgang) von Bibra (1525–1538)
  • Konrad von Bruel (1329)
  • Dieter von Erenberg (1319)
  • Heinrich von Fulda (1404)
  • Dietrich von Grünberg (1501)
  • Endres von Grumbach (1468)
  • Hans von Grumbach (1350)
  • Heinericus (1312)
  • Eberhard von Hertenstein (1323)
  • Johannes der Garter (1360)
  • Philipp von Hohenstein (1514–1522)
  • Konrad Lamppach (1471)
  • Dr. Johann von Montabaur DOP (1439–1453)
  • Markus von Münnerstadt (1497/98)
  • Eberhard von Nackenheim (1455–1458)
  • Albrecht von Paulsdorf (1345)
  • Ludwig von Rieneck (1350/55)
  • Eberhard Rüdt (1420–1424)
  • Wolff von Sainssheim (Sinsheim) (1513)
  • Valentin von Schaumburg (1389)
  • Martin Schenk von Geyern (1463)
  • Heinrich von Schletten (1378–1381)
  • Peter Süß (1478–1496)
  • Theoderich gen. Mullin (1310)
  • Burkard von Seckendorf (1524-1525)
  • Adolf von Thüngen (1500/01)
  • Johann von Venningen (1404)
  • Ludwig von Wertheim (1392)
  • Rudolf von Wertheim (1329)
  • Hans von Wolfskeel (1360)

bis 1805[Bearbeiten]

  • Hans Eitel von Neuneck (1538–1541)
  • Burkhard von Seckendorff-Aberdar (1524/25)

ohne zeitliche Zuordnung[Bearbeiten]

  • Friedrich von Nordeck zu Rabenau
Familiaren des Dt. Ordens bei der Fronleichnamsprozession 2014

Heutige Situation[Bearbeiten]

Die Bistümer Würzburg und Bamberg bilden heute die Komturei Franken (ausgenommen westliche Teilbereiche des Bistums Würzburg, die zu „An Rhein und Main“ zählen). Die Komturei Franken zählt im Jahr 2014 46 Familiaren (Laienmitglieder) [12].

Am 4. Juli 2014 wird am Campus Nord der Julius-Maximilians-Universität die Forschungsstelle Deutscher Orden eröffnet. Sie ist dem Lehrstuhl für Fränkische Landesgeschichte angegliedert.

Literatur und Quellen[Bearbeiten]

  • Ausstellung „Die Würzburger Kommende des Deutschen Ordens - Stationen ihrer Geschichte” anlässlich der Landesgartenschau 1990 in der Deutschhauskirche
  • Udo Arnold: Deutscher Orden 1190–2000. Ein Führer durch das Deutschordensmuseum in Bad Mergentheim. Herausgegeben von Maike Trentin-Meyer für das Deutschordensmuseum. Spurbuchverlag, Baunach, 2004. ISBN 3-88778-212-7
  • Dieter J. Weiss: Die Geschichte der Deutschordens-Ballei Franken im Mittelalter. Degener, Neustadt a.d. Aisch, 1991. ISBN 3-7686-9111-X

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Erläuterungen[Bearbeiten]

  1. Giersberg nennt sich die Erhebung über dem Maintal, auf dem sich der Schottenanger befindet.
  2. In der Schenkungsurkunde ist festgehalten: „... dass wir (Bischof Otto) in Anbetracht der Stellung unserer Ritter Christi vom Ordenshaus des Spitals der Deutschen jenseits des Meeres in Jerusalem Kampf für die Jungfrau Maria und unseren Herrn Jesus Christus, deren Standfestigkeit im Kampf gegen die Feinde des Glaubens und Freigebigkeit gegen die Armen hinreichend bekannt sind, ihnen und ihrem Orden mit Zustimmung des Domkapitels unser Haus jenseits des Mains beim Kloster der Schotten gelegen, das einst „Königshof” genannt wurde, zu vollem Eigentum geschenkt zu haben.”
    (Quelle: Hauptstaatsarchiv München, Würzburger Urkunden 337/1 + 2,7739)
  3. 3,0 3,1 In Urkunden wird er als Wiemannus de Wirceburg (Wichmann aus Würzburg) bezeichnet.
  4. Für die Ermordung wurden verschiedene Gründe angegeben. Siehe hierzu Klaus Wittstadt: Würzburger Bischöfe 742 - 1979, Echter Verlag, Würzburg 1979, S. 31
  5. Lorenz Fries: Chronik der Bischöfe von Würzburg bei Frankonia-Online
  6. Nähere Informationen zu Hermann von Salza bei Wikipedia [1].
  7. Lorenz Fries: Chronik der Bischöfe von Würzburg bei Frankonia-Online
  8. Siehe auch Bauernkrieg
  9. Ballei war seit etwa dem 13. Jahrhundert der Begriff für die Bezeichnung einer Provinz eines Ritterordens, die meist mehrere Ordensniederlassungen (Kommenden) umfasste. [2]
  10. Nähere Information zum Adelsgeschlecht von Ow bei Wikipedia [3].
  11. Liste aus Wikipedia
  12. Komturei Franken auf deutscherorden.de