Dürrbachtal (Stadtbezirk)

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Der Stadtbezirk Dürrbachtal besteht aus dem Stadtteil Dürrbachau sowie aus den eingemeindeten Orten Unterdürrbach und Oberdürrbach. Obwohl es flächenmäßig der zweitgrößte Stadtbezirk ist, hat es mit 6.165 Einwohnern (Stand: 31.12.2015) eine verhältnismäßig niedrige Einwohnerzahl.[1]

Geographie[Bearbeiten]

Lage[Bearbeiten]

Lage des Stadtbezirks Dürrbauchtal in Würzburg

Das Gebiet erstreckt sich im Nordwesten des Würzburger Stadtgebiets entlang des namensgebenden Dürrbachs. Im Süden und Westen wird es vom Main eingefasst. Von dort aus verlaufen die Wohngebiete Richtung Osten entlang des schmalen Dürrbachtales.

Es grenzt im Norden an die Gemeinden Veitshöchheim und Rimpar, im Osten an Versbach und Grombühl. Im Süden grenzt der Stadtbezirk Zellerau an und im Westen Zell. Mit 13.64 Quadratkilometern Fläche handelt es sich um den zweitgrößten der 13 Würzburger Stadtbezirke. Dazu tragen insbesondere die großen Wald- und Ackerflächen sowie die Weinlagen bei.

Stadtteile[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte muss differenziert zwischen den Orten betrachtet werden, da Ober- und Unterdürrbach bis zur Eingemeindung eigenständige Orte waren. Die Dürrbachau war schon immer Stadtgebiet.

Das Hochstift Würzburg hatte wohl ab dem 8. Jahrhundert Besitz in Unterdürrbach. Eine Urkunde des Klosters Oberzell zeugt von der Gründung des Ortes 1170. 1160 wurde der Name Dürrbach erstmals urkundlich erwähnt. Der Name der beiden Stadtteile Ober- und Unterdürrbach soll sich aus diesem Althochdeutschen „Durribah“, d.h. dürrer Bach ableiten lassen. In vielen älteren Urkunden und Schriften seit dem 12. Jahrhundert finden sich eindeutige Hinweise auf den kaum wasserführenden, dürren „Hungerbach“.

Zum ersten Mal wird 1276 eine Burg in Verbindung mit dem Namen Eckehart Schenk von Rossenberg erwähnt. 1672 erstand die Kirche, welche 1773 zur Pfarrkirche wird. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts standen in dem Ort 123 Wohnhäuser. [2]

Das St. Stephan-Stift wird unter anderem mit Grundbesitz in Oberdürrbach ausgestattet. Die Kirche St. Josef (alt) wird 1816 als kleine klassizistische Saalkirche erbaut.

Die beiden Dürrbacher Orte werden am 1. Juli 1976 im Zuge der Gemeindereform eingemeindet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Einrichtungen[Bearbeiten]

Kultur[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Pfarrfeste / Kindergartenfeste Ober-, Unterdürrbach und Dürrbachau
  • Sonnwendfeuer am Schenkenturm Bürgerverein Dürrbachau
  • Johannisfeuer in Oberdürrbach
  • Maifeier in Unterdürrbach (30.04.)
  • Maifeier in Oberdürrbach (01.05.)
  • Bergfest im Hirschlein (zwischen Ober- und Unterdürrbach)
  • Bergfest im Königswäldchen Bürgerverein Dürrbachau
  • Künstler- und Hobbymarkt Unterdürrbach
  • Adventsbazar Oberdürrbach
  • Flugtage am Schenkenturm (FSCW)

Vereine[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Entlang des Mains im westlichen Bereich des Bezirks verläuft die B 27. Von dort aus führt die WÜ 21 als Unterdürrbacher Straße nach Unterdürrbach und weiter als Dürrbachtal und nach Oberdürrbach. Von dort verzweigt die Gadheimer Straße in Richtung Gadheim und die Oberhofstraße nach Grombühl.

Die ICE-Schnellstrecke Würzburg-Hanover quert den Bezirk durch den Steinbergtunnel und den Roßbergtunnel und über die Dürrbachtal-Talbrücke.

Die Buslinie 13 verkehrt vom Busbahnhof durch die beiden Orte, die Buslinie 27 in die Dürrbachau.

Im Gebiet des Dürrbachtals befindet sich der Verkehrslandeplatz Würzburg „Am Schenkenturm“.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Im Westen liegt das Gewerbegebiet Neuer Hafen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heinrich Weppert: Alt-Dürrbach im Wandel der Zeit. Studio 3, 2001. (Stadtbücherei Stadtinfo Würzburg - Stadtteil)
  • Dürrbacher Geschichte(n). Band 1 bis 7. Hrsg.: Dürrbacher Natur- und Heimatfreunde. Erschienen in den Jahren 1994 bis 2000. (Stadtbücherei Magazin Dak 10 Dür)
  • Dürrbach-Echo: Information für die Bürger in den Stadtgebieten Dürrbachau, Oberdürrbach, Unterdürrbach. Zeitschriften aus den 1980er Jahren. Bestellbar in der Universitätsbibliothek.
  • Helga Rüdiger: Evangelisches Gemeindeleben in Oberdürrbach, Unterdürrbach und der Dürrbachau: Ein Beitrag zur Geschichte der evangelischen Kirche im Dürrbachtal anläßlich des 30. Kirchweihjubiläums der Immanuelkirche Unterdürrbach. Dürrbachtal, 1996.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Information der Statistikstelle Stadt Würzburg
  2. Bürgerverein Unterdürrbach - Die Lage des Dürrbachtals

Kartenausschnitt[Bearbeiten]

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