Bahnhof Veitshöchheim

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Bahnhof Veitshöchheim

Der Bahnhof Veitshöchheim ist ein Durchgangsbahnhof in Veitshöchheim am Streckenkilometer 7,0 der Bahnlinie Würzburg-Aschaffenburg (KBS 800). Er entstand beim Bau der Ludwigs-West-Bahn, die am 1. Oktober 1854 komplett in Betrieb genommen wurde.

Lage[Bearbeiten]

Der Bahnhof wurde in unmittelbarer Nähe zum Schloss Veitshöchheim, einer Sommerresidenz zunächst der Fürstbischöfe von Würzburg, später der Könige von Bayern, errichtet. Besonders bekannt ist die Schlossanlage für den umgebenden Rokokogarten.

Geschichte[Bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert entging dieser schon damals öffentliche Park nur knapp der Zerstörung durch den Bahnbau. Ingenieure hatten als optimale Trassenführung für die anzulegende Eisenbahn die zentrale Allee des Parkes ausgemacht. [1] Diese Idee wurde aber durch das Veto König Ludwig I. von Bayern verhindert, der eine – wenn auch topografisch etwas ungünstigere – Streckenführung östlich um den Hofgarten herum anordnete. Gottfried von Neureuther begann 1853 mit der Planung des Veitshöchheimer Bahnhofs im Stil einer italienischen Renaissance-Villa. Die Bauarbeiten wurden 1855 vollendet.

Baubeschreibung[Bearbeiten]

Das Bahnhofsgebäude, erbaut von 1853 bis 1855, ist ein erhöhter Mittelbau als dreigeschossiger, reich gegliederter Sandsteinquaderbau mit Walmdach. Er wird flankiert von loggienartigen Flankenbauten mit Königspavillon im Norden, sowie südlich anschließenden Bahnsteigen.

Veitshöchheim erhielt ein besonders repräsentativ gestaltetes Empfangsgebäude, wie für einen Badeort, das seinen Funktionen als Ausflugsbahnhof für die Würzburger zu der Parkanlage und als Bahnhof für das königliche Schloss gerecht werden sollte. Das öffentliche Bahnhofsgebäude wurde größer ausgelegt, als es für das damalige Dorf angemessen war. Neben dem öffentlichen Empfangsgebäude wurde direkt in der Hauptachse des Schlosses ein Königspavillon errichtet. Dieser wurde mit dem Empfangsgebäude mit einem Wandelgang verbunden.

Heutige Gebäudenutzung[Bearbeiten]

Bahnhof und Königspavillon werden heute von der kommunalen Bücherei im Bahnhof und vom Jugendzentrum der Gemeinde Veitshöchheim genutzt. Bahntechnisch genutzt werden nur die südlich gelegenen Bahnsteige.

Bahnhofsanlage[Bearbeiten]

Bis zur Stilllegung war der Bahnhof die nördliche Zufahrt zum Rangierbahnhof Würzburg. Zwischen 2004 und 2005 erfuhren die Bahnsteiganlagen am Bahnhof eine umfangreiche Modernisierung. Für insgesamt 3,2 Millionen Euro wurden zwei neue Außenbahnsteige in Fertigbauweise errichtet, die um eine Bahnsteiglänge Richtung Würzburg verschoben wurden. Als Bahnsteigzugang wurde eine neue Unterführung gebaut. Haus- und Mittelbahnsteig konnten nach Inbetriebnahme der neuen Bahnsteige im Juli 2005 abgebrochen werden. [2]

Ausstattung[Bearbeiten]

Der Bahnhof ist mit einem dynamischen Fahrgastinformationssystem, Fahrscheinautomaten für den Nah- und Fernverkehr, Lageplan und öffentlichem Telefon ausgestattet. Neben dem Bahnhof gibt es insgesamt 42 Park&Ride-Parkplätze und 36 Fahrradstellplätze mit Schließfächern südlich des Bahnhofsgebäudes. Der Bahnhof Veitshöchheim ist komplett barrierefrei und verfügt über ein Blindenleitsystem.

Bildergalerie[Bearbeiten]

Fahrplan[Bearbeiten]

ÖPNV[Bearbeiten]

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Veitshöchheim/Bilhildisstraße


Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Elisabeth Birkhold: Der Bahnhof Veitshöchheim. In: 900 Jahre Veitshöchheim. Hrsg.: Gemeinde Veitshöchheim, 1997. S. 95-98
  • Eckart Rüsch: Der Bahnhof Veitshöchheim. In: Beiträge zur fränkischen Kunstgeschichte 95/96.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eckart Rüsch: Der Bahnhof Veitshöchheim, in Jahrbuch für Eisenbahngeschichte 24 (1992), S. 23ff.
  2. KBS 800 Aschaffenburg - Würzburg, in Bahn-Report 3/2005, S. 71.

Weblinks[Bearbeiten]

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