Albrecht III. von Heßberg

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Albrecht III. von Heßberg (* 1297; † 22. Oktober 1382 wahrscheinlich in Würzburg) war Dompropst am Kiliansdom und von 1372 bis 1376 Gegenbischof von Würzburg.

Leben und Wirken[Bearbeiten]

Albrecht III. entstammt dem fränkischen Adelsgeschlecht derer von Heßberg und trat zunächst ab 1332 als Domherr von Würzburg in Erscheinung. Er ist als Richter in Schiedsgerichten belegt, außerdem befreite er 1338 die besetzte Stadt Ochsenfurt. Von 1356 bis 1360 war er nachweislich als Dompropst tätig und setzte seine Arbeit als Domherr und Archidiakon fort.

Gegenbischof in Würzburg[Bearbeiten]

Am 27. Juni 1372 stirbt Fürstbischof Albrecht II. von Hohenlohe in Würzburg.

Nach seinem Tod soll der 75 Jahre alte Dompropst Albrecht von Heßberg sein Nachfolger werden. Eine Minderheit des Domkapitels wählt ihn im Spätsommer zum Gegenbischof. Die Bürger huldigen ihm, Albrecht gibt ihnen das Recht der Ratswahl wieder. Mit Unterstützung durch König Karl IV. setzte sich Papst Gregor XI. über diese Entscheidung hinweg und sprach sich für Gerhard von Schwarzburg aus, dem als bedrängter Bischof von Naumburg an einem neuen Wirkungskreis gelegen war. Die Anhängerschaft von Albrecht III. in der Würzburger Bürgerschaft und beim Klerus war groß und auch die benachbarten Fürsten, wie Markgraf Friedrich III. oder Wilhelm I. von Meißen mussten vom Papst erst zur Unterstützung Gerhards angehalten werden. Karl IV. verhängte schließlich die Reichsacht über die Stadt Würzburg und Albrecht III. wich im Sommer 1373 der herannahenden Armee Gerhards. Albrecht III. hielt sich in den folgenden drei Jahren auf seinen Besitzungen in Trimberg und Werneck auf und söhnte sich 1376 mit seinem Kontrahenten aus.

Bis zu seinem Tode ist er wieder als Domherr belegt.

Siehe auch[Bearbeiten]

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