Ingolstadter Hof: Unterschied zwischen den Versionen

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Der '''Ingolstadter Hof''' verbindet die [[Domerpfarrgasse]] mit der [[Spiegelstraße]]. Bevor die Straße nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] eine Durchgangsstraße wurde, gab es dort neben Wohnungen kleine Läden und Handwerksbetriebe.

Version vom 7. Dezember 2017, 17:10 Uhr

Ingolstadter Hof  

Stadtbezirk: Altstadt
Postleitzahl: 97070


Ingolstadter Hof (historische Abbildung)

Aktuelles

Bis zur Fertigstellung des Neubaus der Sparkassenerweiterung Ingolstadter Hof/ Domerpfarrgasse ist hier eine Einbahnstraßenregelung in Richtung Paradeplatz eingerichtet.

Straßenverlauf

Der Ingolstadter Hof verbindet die Domerpfarrgasse mit der Spiegelstraße. Bevor die Straße nach dem Zweiten Weltkrieg eine Durchgangsstraße wurde, gab es dort neben Wohnungen kleine Läden und Handwerksbetriebe.

Namensgeber

Der Name Ingolstadt stammt vom Dorf Ingolstadt nahe der Gemeinde Giebelstadt. [1] [2]

Geschichte

Der Hof Ingolstadt taucht bereits in einer Urkunde von 1302 und gehörte damals dem Domdekan Arnold von Krautheim. Von ihm wurde er dem Domstift und Domkapitel übertragen. Wohl „wegen der Verödung dieses Hofes“ wurde er bald nach 1302 an den Domvikar Heinrich verkauft. [3]

ÖPNV

Bus.png Nächste Bushaltestelle: Mainfranken Theater
Straßenbahn.png Nächste Straßenbahnhaltestelle: Dom


Stolpersteine

Im Ingolstadter Hof wurden folgende Stolpersteine verlegt:

Adresse Erinnerung an / Historische Notizen Verlegejahr
Ingolstadter Hof 7 Für Heinrich Fuchs / Auffälliges Verhalten zeigte er erstmals im Jahr 1919. Vom 9. Oktober 1923 bis 7. November 1923 befand sich Heinrich Fuchs als Patient in der Psychiatrischen Klinik Würzburg. Sein Verhalten wird als apathisch und teilnahmslos beschrieben, offensichtlich zeigte er Anzeichen von Wahnvorstellungen. Seit 10. August 1924 befand sich Heinrich Fuchs in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Er litt nach wie vor an Wahnvorstellungen, wird als antriebslos und gleichgültig beschrieben, ohne Initiative. 1937 findet sich der Eintrag, er sei stuporös, als Kohlfahrer zu gebrauchen. 1939 ist er laut Krankenakte immer noch stuporös und arbeite fleißig. Am 2. Dezember 1939 wurde er als ungeheilt aus Werneck entlassen und nach Reichenbach verlegt. Seine Aufnahme in Mainkofen lässt sich für den 17. Mai 1941 nachweisen. Von Mainkofen aus wurde Heinrich Fuchs am 27. Juni 1941 mit dem T4-Transport Nr. 4 („Erwachseneneuthanasie“) [1] nach Hartheim verlegt und dort noch am selben Tag ermordet. 2016

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Thomas Memminger: Würzburgs Straßen und Bauten. 2. Auflage, Gebrüder Memminger Verlagsbuchhandlung, Würzburg 1921, S. 196
  2. Adreßbuch Stadt Würzburg und Umgebung 1977, Verlag Universitätsdruckerei H. Stürtz AG, Würzburg 1976, S. II - 94
  3. W. Engel, Urkundenregesten zur Geschichte der Stadt Würzburg, Quellen und Forschungen zur Geschichte des Bistums und Hochstifts Würzburg V Nr. 66 und Monumenta Boica 38 Nr. 162

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